Ludwigslust : Senioren-WG statt Kinder-Hort

Auf dem Gelände der VS soll rechts neben dem sanierten Alten Forsthof der Neubau für die Senioren-WG entstehen.
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Auf dem Gelände der VS soll rechts neben dem sanierten Alten Forsthof der Neubau für die Senioren-WG entstehen.

Volkssolidarität plant Neubau für 16 altersgerechte Apartments am Alten Forsthof

svz.de von
05. Februar 2018, 07:02 Uhr

Dort, wo die Volkssolidarität ursprünglich den Neubau eines Hortes für 132 Kinder vorgesehen hatte, soll nun ein Haus für eine Senioren-WG entstehen. Wie VS-Geschäftsführer Holger Mieth den städtischen Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung informierte, ist das zweigeschossige Gebäude direkt neben dem sanierten Alten Forsthof geplant.

Grund für die Planänderung war die Entscheidung der Stadtvertreter für den Ausbau des Dachgeschosses der Reuterschule zum städtischen Hort und damit gegen den Neubau auf dem von der Schule etwa 400 Meter entfernten Gelände der Volkssolidarität. Die VS reagierte und will nun auf der Freifläche 16 Seniorenapartments bauen. Anders als in Einrichtungen für Betreutes Wohnen, ist die Wohnanlage auf mehr Gemeinsamkeit der Bewohner ausgerichtet. So wird es in den Wohnungen keine Küchen geben. „Gekocht wird für alle in einer offenen großzügig gestalteten Wohnküche“, so Architekt Roland Schulz vor den Ausschussmitliedern. In den Neubau integriert werden soll auch ein Nachbarschaftscafé. „Wir wollen nicht nur Wohnraum schaffen, sondern auch Raum für Begegnungen“, sagte Holger Mieth. Eltern könnten dann vom Café aus ihren Kindern beim Spielen im neu gestalteten Natur-Abenteuer-Park zusehen. Der VS-Geschäftsführer hofft auf eine zügige Baugenehmigung. Untere Naturschutzbehörde und die Denkmalpflege hätten den Plänen bereits zugestimmt. Für den Bau müssten im mehrere Bäume gefällt werden. Die, so der Architekt, seien aber laut Gutachten eh’ schon vorgeschädigt.

Die Stadtvertreter im Ausschuss begrüßten das Vorhaben. „Es gibt viele Ältere, die nicht allein zuhause bleiben wollen und über neue Wohnformen nachdenken“, sagte Melitta Roock (Die Linke). Auch Bürgermeister Reinhard Mach ist optimistisch: „Das wird sicher gut angenommen, obwohl so manch’ gelernter Mecklenburger sich erst einmal an so eine moderne Wohnform gewöhnen muss.“

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