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Ludwigsluster Tageblatt

24. November 2017 | 05:00 Uhr

Neu Krenzlin : Senioren feiern Jubiläum

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Die längsten Bewohner des Pflegeheimes der Gutshof-Stiftung Krenzlin: Seit mittlerweile 20, 24 und 30 Jahren werden sie dort betreut

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erstellt am 28.Jan.2015 | 16:29 Uhr

„Es gibt heute etwas zu feiern“, sagt Birgit Schultz, Heimleiterin der Gutshof-Stiftung Krenzlin und blickt in die Kaffeerunde. Drei Senioren feiern in diesem Jahr ihr Jubiläum im Haus.

Die längste Bewohnerin des Alten- und Pflegeheimes ist Grete Schult. Sie wohnt seit knapp 30 Jahren dort. Auch Herbert Klaus (Jahrgang 1937) ist schon seit mittlerweile 20 Jahren im Pflegeheim. „Am 27. Januar 1995 bin ich eingezogen“, erinnert er sich noch. Die dritte Jubilarin ist Melitta Pamperin, die jedoch zurzeit im Krankenhaus liegt. Sie ist vor 24 Jahren in das Pflegeheim gekommen. Die Jubilare sind unter den 66 Betreuten – 50 Frauen und 16 Männern – der Gutshof-Stiftung Krenzlin, die mit Abstand längsten Bewohner des Hauses. „Auf die nächsten 20 oder 30 Jahre“, sagt Birgit Schultz und hebt das Sektglas in die Höhe.

Dann beginnen die Bewohner munter zu erzählen, woran sie sich in dieser langen Zeit noch erinnern können: „Als ich hergekommen bin, gab es den Umbau noch nicht. Da habe ich noch in der Baracke gewohnt“, so Herbert Klaus. „Ich musste mir damals auch noch ein Zimmer mit zwei anderen Bewohnern teilen.“ Dabei erinnere er sich vor allem an Streitigkeiten um den einzigen Fernseher im Zimmer. Doch jetzt könne er in seinem Einzelzimmer immer selbst entscheiden, was im TV läuft. „Ich schaue vor allem Sportsendungen“, sagt er mit einem Lächeln.

Auch Grete Schulte kann sich noch erinnern, wie sie ins Pflegeheim gekommen ist. Die 72-Jährige zog am 5. August 1985 in das Haus ein. „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so lange im Heim leben würde“, sagt sie. „Es kommt mir auch gar nicht vor wie 30 Jahre.“ Grete Schult beschreibt das Leben in der Gutshof-Stiftung Krenzlin als schön und abwechslungsreich. So erinnere sie sich beispielsweise an Tanzveranstaltungen im Haus. „Tanzen kannst du doch jetzt nicht mehr“, sagt Herbert Klaus zu ihr. „Aber feiern kann ich noch“, erwidert Grete Schult daraufhin und ein Lachen geht durch die Runde. Zudem könne sie sich auch noch an die Gartenarbeit erinnern, die sie gerne gemacht habe. Doch jetzt sei sie körperlich nicht mehr in der Lage, dies zu tun. Sie sei jedoch gerne noch an der frischen Luft und versuche, einige Wege allein mit ihrem Rollator zu bestreiten. „Frau Schult ist noch sehr selbstständig und gestaltet ihren Tag auch oft allein“, sagt Kathrin Seyer, Leiterin der sozialen Betreuung.

Die Pflegekräfte bieten den Bewohnern zudem an jedem Wochentag eine Beschäftigungsmöglichkeit: So können sich die Senioren unter anderem montags künstlerisch betätigen und dienstags musikalisch. Donnerstag werde mit den Bewohnern ein Gedächtnistraining durchgeführt und freitags steht beispielsweise Sport auf dem Programm. „Und was ist mit morgen? Backen wir da wieder?“, fragt Herbert Klaus. „Ja das machen wir“, sagt Seyer. Ob jeder Bewohner das Angebot schlussendlich in Anspruch nehmen will, kann er individuell nach Lust und Laune entscheiden.

 

 

 

 

 

 

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