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Ludwigslust : Senioren als erste auf neuer Brücke

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Bauwerk im Laascher Weg über die Bahnstrecke Ludwigslust–Waren gestern Vormittag offiziell für den Verkehr freigegeben

von
erstellt am 24.Sep.2014 | 09:37 Uhr

Die Frauen der Seniorensportgruppe der Volkssolidarität Ludwigslust standen schon lange vor dem offiziellen Übergabetermin bereit, um gestern Vormittag als eine der ersten das neue Bauwerk im Laascher Weg zu überqueren. Die Senioren hatten gestern ihren Sporttag hierher verlegt und wollten von dort aus in die Natur wandern.

Bei diesem Bauwerk handelt es sich in der genauen Bezeichnung um die „Brücke im Zuge des Laascher Weges über die Strecke der Deutschen Bahn AG Ludwigslust–Waren“. Bürgermeister Reinhard Mach und Jens Gröger, Fachdienstleiter Stadtentwicklung und Tiefbau, hatten zuvor mit den Vertretern der Verkehrsbehörde des Landkreises, der Polizeiinspektion Ludwigslust, dem zuständigen Planer und dem Bauleiter der Firma Matthäi Bauunternehmen GmbH Leezen das Brückenbauwerk in Augenschein genommen.

„Im November 2011 mussten wir die alte Brücke im Laascher Weg sperren, eine Überprüfung im September hatte gravierende Mängel ergeben“, so Bürgermeister Reinhard Mach. Irreparable Schäden, wie zum Beispiel freiliegende Bewehrungen, hatten den Verwaltungschef zu diesem Schritt veranlasst. Zu diesem Zeitpunkt begann bereits die Planung für den Abbruch.

Gespräche mit der Bahn folgten, die Sperrung wurde durch das Mecklenburgische Ingenieurbüro für Verkehrsbau GmbH (MiV) Schwerin beantragt. Im Dezember 2011 erfolgte die Ausschreibung für den Abriss des alten Bauwerkes, diese Aufgabe übernahm die Firma Alba Nord GmbH Schwerin. Im Februar 2012 wurde der Ersatzneubau vom Büro MiV Schwerin geplant. Am 18. Juni 2013 nahm die Firma Matthäi Leezen ihre Arbeit auf.

„Leider hat sich der Fertigstellungstermin verzögert, weil die Deutsche Bahn AG da und dort noch etwas anzumerken hatte und wir diese als Stadt noch ausführen mussten“, so Bürgermeister Mach. „Es ging um die Leitsicherungstechnik der Bahn, wir als Stadt hatten die Kabel in der Gleisböschung entsprechend zu sichern“, sagte Fachdienstleiter Jens Gröger. „Was uns im Bauablauf nicht nur zeitliche Verzögerungen brachte, sondern auch finanzielle Mehrkosten“, ergänzte er. Ursprünglich sollte die neue Brücke schon im April dieses Jahres übergeben werden.

Die neue Brücke, die die Stadt aus ihrem Haushalt finanziert, ist aus Sicht der Verwaltung wichtig für Ludwigslust. „Im Falle einer Havarie auf der Hochbrücke ist sie künftig wieder die einzige Alternative, über die Feuerwehr und Rettungsdienst in die Teile der Stadt nördlich der Bahn gelangen können“, so Gröger. Ein Ersatz für die Hochbrücke könne und solle sie aber nicht sein.

Zum Auftragsvolumen ist zu sagen, dass 733000 Euro für Bau und Planungsleistungen ausgegeben wurden, so Bürgermeister Mach, der schon die nächste ganz große Herausforderung für Ludwigslust im Blick hat: Den Bau des Tunnels.

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