Brand Gross Laasch : Sechs Millionen Liter in den Wald gepumpt - „Feuer aus“

Wasser nachfüllen: Raduhner Feuerwehrleute füllen die Tanks des Löschpanzers, der seit Donnerstag im Einsatz war.  Fotos: Neumann
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Wasser nachfüllen: Raduhner Feuerwehrleute füllen die Tanks des Löschpanzers, der seit Donnerstag im Einsatz war. Fotos: Neumann

THW und Feuerwehren können Waldbrand nach vier Tagen löschen. Sperrung der A14 ab Montag 13 Uhr aufgehoben

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08. Juli 2018, 20:30 Uhr

„Feuer aus.“ Einsatzleiter Wolfgang Krause ist die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Es ist Sonntag, 17.30 Uhr. Gerade ist die Lagebesprechung zum Waldbrand bei Groß Laasch zu Ende gegangen. „Beim Flug des Hubschraubers konnten mit der Wärmebildkamera keine Glutnester mehr gesichtet werden“, sagt er. Damit kann auch der 1000-Meter-Sperrbereich, der wegen der Explosionsgefahr durch Munition aus dem Zweiten Weltkrieg eingerichtet worden war, aufgehoben werden. Die Landesstraße zwischen Ludwigslust und Neustadt-Glewe ist inzwischen wieder für den Verkehr freigegeben. Die Autobahn und die Verbindungsstraße zwischen Weselsdorfer und Groß-Laascher Kreuzung bleiben noch bis Montagmittag, 13 Uhr, dicht. Das Material, unter anderem der Löschpanzer, müssten noch abtransportiert werden, so Krause.

Die Menge hats am Ende gemacht. Nachdem freiwillige Feuerwehren und das Technische Hilfswerk (THW) am Wochenende innerhalb von 24 Stunden mehr als sechs Millionen Liter Wasser in das seit Mittwochabend brennende Waldstück bei Groß Laasch gepumpt hatten, konnten im Waldboden keine Glutnester mehr entdeckt werden. Für die Flutung hatte man sich entschieden, nachdem der Einsatz von Bundeswehr-Hubschrauber und privatem Löschpanzer nicht den erhofften Erfolg gebrachte hatte. Das Wasser holten die Einsatzkräfte aus dem Ludwigsluster Kanal, der dafür angestaut worden war. Die  Firma MUT hatte dazu kurzfristig einen Damm errichtet.

Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis rückten am Wochenende in Groß Laasch an. Nach jeweils sechs Stunden war Schichtwechsel. „Die Zusammenarbeit war super“, lobte Kreiswehrführer Uwe Pulss. Ständig waren rund 70 Einsatzkräfte vor Ort – von Feuerwehr, THW, DRK-Betreuungszug und Polizei sowie die Besatzungen des Lösch-panzers. „Ohne den Panzer hätten wir das Feuer nicht auf dieser Fläche gehalten bekommen“, so  Pulss.  Nachdem bei den Löscharbeiten erste Munition explodiert war, hatte er alle Einsatzkräfte rausgezogen. 30 bis 40 Detonationen habe es insgesamt gegeben.

Noch gestern Abend wollte die Feuerwehr den Wald wieder in die Verantwortung der Forst übergeben. „Es gilt ein absolutes Betretungsverbot“, betont Dr. Holger Voss, Leiter des Forstamtes Grabow. Flatterband und Schilder sollen darauf hinweisen. „Und wir richten eine Brandwache ein. Zwei Leute bleiben hier und laufen Streife.“ Voss bedankte sich für die Arbeit der Feuerwehren. Wie es mit der munitionsbelasteten Fläche weitergeht, werde der Munitionsbergungsdienst entscheiden.

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