Grabow : Schwindelfrei zum Rhöni-Cup

Grabows Rhönradgruppe war zwei Jahre nach ihrer Gründung erstmals bei auswärtigem Wettkampf in Magdeburg

svz.de von
24. März 2014, 17:12 Uhr

Mecklenburgs einzige Rhönradgruppe - die SG03 aus Grabow - ist von ihrem ersten großen Turnier zurück. Beim „Rhöni-Cup“ in Magdeburg traten die Mädchen erstmals in ihrer Vereinsgeschichte gegen andere Rhönradturner an.

Denn die Grabower Rhönradgruppe gibt es noch gar nicht so lange. Die gebürtige Zerbsterin Daniela Liebrenz hat die Abteilung vor etwa zwei Jahren gegründet. Die damals 29-Jährige ist seit ihrer Kindheit begeisterte Rhönradturnerin. „Ich mag den Sport wegen seiner Vielfältigkeit“, sagt sie. „Man steht nicht nur gerade. Vieles passiert über Kopf. Außerdem braucht man nicht nur Kraft, sondern auch Orientierung und Koordination.“ Mit ihrem Umzug nach Grabow wollte Daniela Liebrenz den Sport nicht einfach aufgeben. Sie warb an Schulen in der Region und in der Zeitung und gründete schließlich 2011 die Abteilung Rhönrad. Seitdem trainieren die Mädchen fleißig. Anfangs waren sie zu sechst, heute trainieren 14 Kinder bei Daniela Liebrenz. Sie beherrschen ihre Übungen inzwischen so gut, dass sie an Wettkämpfen teilnehmen können.

Da es in Mecklenburg-Vorpommern, außer in Ueckermünde, keinen weiteren Rhönradverein gibt, nutzte die Trainerin die Verbindung zu ihrem früheren Verein, damit die Mädchen aus Grabow und Ludwigslust überhaupt Wettkampferfahrungen machen können.

Bei dem „Rhöni-Cup“ durften alle Kinder bis zum Alter von 14 Jahren teilnehmen. Geturnt wurde zwei Mal die Kür, bei der die Kinder ihr Erlerntes zeigen konnten. Eine Kür ist eine Zusammenstellung von Übungen, die man ohne Hilfe des Trainers turnen kann. „Es ging in erster Linie nicht darum, gleich Erster zu werden, sondern zunächst einmal die Erfahrung mitzunehmen, wie so ein Wettkampf abläuft, und sich Anregungen von den Mitstreitern zu holen“, so Liebrenz. Die Schwierigkeit bei solchen Wettkämpfen bestehe nicht nur im Durchturnen. Vielmehr müssten die Wettkämpfer sich schnell an die dortigen Gegebenheiten, wie z.B. einen anderen Bodenbelag und ein fremdes Rad anpassen und sich mit ihrer Nervosität arrangieren.

Die Ergebnisse der Grabower überraschten: So erreichte die achtjährige Hannah Jolie Marwitz, die erst seit Oktober letzten Jahres dabei ist, in ihrer Altersklasse mit 4,8 Punkten den 4. Platz. Sarah Bierschenk erlangte in ihrem Jahrgang 2004 den 9. und Neele Emilie Weiß im Jahrgang 2002 den 6. Platz. Die großen Mädchen schafften es auf ein gutes Mittelfeld in ihrer Jahrgangsklasse 2000. Tabea Will erturnte sich mit ihrer sehr sauber ausgeführten Kür 8,3 Punkte und damit den 6.Platz. Pia Zischau erreichte mit 6,9 Punkten den 8. Platz und kurz dahinter, auf dem 9. Platz Maria Ehmcke mit 6,4 Punkten.

„Insgesamt war es für den ersten Wettkampf eine hervorragende Leistung, auf die nicht nur die Turnerinnen selbst stolz sein können. Wir Trainerinnen sind es auch“, sagt Daniela Liebrenz.

Wer selbst einmal ins Rad steigen oder seine Kinder oder Enkel dafür begeistern möchte, kann gerne montags zwischen 16 und 20 Uhr in der Hufenweghalle in Grabow vorbeischauen. Mitzubringen sind etwas sportliche Begabung und Beweglichkeit. Lediglich die Angst vor Höhen und Über-Kopf-stehen kann man zu Hause lassen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen