zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 22:48 Uhr

Ludwigslust : Schweizerhaus: Schäden bekannt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Aufmerksamer Ludwigsluster informierte Stadtverwaltung und Polizei über seine nächtlichen Beobachtungen und verdächtige Personen

von
erstellt am 28.Jan.2015 | 16:33 Uhr

Haben sich Vandalen oder gar Metalldiebe am leerstehenden Schweizerhaus im Schlosspark zu schaffen gemacht? Unser Leser Nils Völkner aus Ludwigslust, der öfter mit dem Fahrrad durch den Schlosspark fährt und dort auch joggen geht, teilte jetzt seine Beobachtungen dem Büro des Bürgermeisters und unserer Zeitung mit. „Ich schaue besonders nach dem Leerzug des Schweizerhauses gern einmal z.B. während einer Fahrradtour oder beim Joggen im Schloßpark dort nach dem Rechten. Das Gebäude ist ja wirklich sehr abgelegen und für Einbrecher oder Vandalen ein idealer Anziehungsort“, so Nils Völkner. „Am vergangenen Freitag gegen 17.45 Uhr fuhr ich mit dem Fahrrad um das Haus und bemerkte in der Dunkelheit einen Taschenlampenschein bei dem alten Baum vor dem Schweizerhaus. Als ich näher kam, versteckte sich die Person hinter dem Baum, flüsterte mit einer oder mehreren anderen Personen, die sich ebenfalls hinter diesem Baum versteckt hielten. Ich rief zu den Personen rüber, was sie dort machen würden, worauf von einem die Antwort kam: ,Gar nichts’. Gleichzeitig klapperte es dann metallisch-gläsern. Da ich allein war, und am Schweizerhaus auf die Schnelle in der Dunkelheit auch keine größeren Schäden entdecken konnte, bin ich dann weiter gefahren.“

Tags darauf ist er gegen 16.45 Uhr dort wieder vorbeigejoggt. Bei Tageslicht stellte er dann fest, dass von der Vorderfront aus gesehen, am linken Wirtschaftseingang die Abtretgitter entfernt wurden. Nils Völkner vermutete, dass hier Metalldiebe am Werk gewesen sein könnten. Weiterhin hatte er bemerkt, dass auch im Bereich der Türklinke dieses linken Einganges die Scheiben der ersten Glasfront eingeschlagen wurde. Vielleicht, um die Metallgitter der Tür abhebeln zu können, um diese mitzunehmen oder in das Innere zu gelangen.

Ein Abtretgitter am linken Eingang war eingetreten, die Gitter der anderen drei Eingänge waren aber noch vorhanden. Die Scheibe an dem ganz rechten Fenster der Vorderfront war den Beobachtungen von Nis Völkner zufolge ebenfalls zum Teil eingeschlagen. Diese Beobachtungen gab er an die Stadt Ludwigslust weiter, die wiederum diese Information an das Polizeirevier Ludwigslust und an den Eigentümer des Gebäudes, den Betrieb für Bau und Liegenschaften MV (BBL) in Schwerin weiterleiteten. „Es gab keine Anzeige von der Stadt, lediglich eine Mitteilung an das Revier“, so Klaus Wiechmann, der Sprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust, gestern gegenüber SVZ. „Gestern hat sich unser Kontaktbeamter die Sache vor Ort angesehen und traf dabei auf den Mitarbeiter der BBL. Bei einer Begehung rund um das Schweizerhaus haben die beiden nichts feststellen können. Die Schäden an der Verglasung des Hauses sind seit längerem bekannt. Eine Straftat liegt nicht vor. An dieser Stelle ein Dank an den umsichtigen Bürger, dessen Hinweis wir natürlich nachgegangen sind, um die Sache aufzuklären.“

Auch Dietmar Braune, der als Vertreter des BBL ebenso für den Schlosspark Ludwigslust zuständig ist, konnte Entwarnung geben. „Unser Gärtnermeister, der für den Schlosspark zuständig ist, hat sich vor Ort die Sache angesehen und traf dabei auf die Polizeibeamten. Der Fußabstreicher ist schon seit längerem verschwunden. Neuere Schäden konnte unser Mitarbeiter bei der Kontrolle vor Ort nicht feststellen.“

Nils Völkner ergänzend: „Vielleicht sollte man die Sicherheitsmaßnahmen beim Schweizerhaus intensivieren, Kontrollen verstärken oder diverse weitere Schutzmaßnahmen vornehmen“, erklärte der Ludwigsluster. „Zum Beispiel Abtretgitter und Fenstergitter festschweißen oder auch Bewegungsmelder anbringen, wären hilfreiche Möglichkeiten, damit uns dieses städtebauliches Kleinod weiter vollständig und unzerstört erhalten bleibt.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen