ludwigslust : Schulwerkstatt sucht neues Haus

Die Jugendlichen mit dem von der VR Bank eG Ludwigslust-Parchim überrreichten Spendenscheck.
Die Jugendlichen mit dem von der VR Bank eG Ludwigslust-Parchim überrreichten Spendenscheck.

Umzug in anderes Gebäude wegen zu hoher Heizkosten ins Blickfeld gerückt/ VR-Bank eG spendete der Einrichtung 500 Euro

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10. Juli 2014, 07:00 Uhr

Für Cedric, Leon und die anderen Jugendlichen hatte sich der Tagesablauf an diesem Dienstagmorgen etwas geändert. Beim morgendlichen Frühstück, als Einstieg in den Alltag in der Schulwerkstatt Ludwigslust, konnten die Jugendlichen gemeinsam mit der Leiterin Sabine Bartel sowie ihren Betreuern Guido Steinhauer und Marie-Therese Rose Gäste aus der VR Bank eG Ludwigslust-Parchim begrüßen. Vorstand Johannes Löning war mit Edwin Artz, Leiter Firmenkundenbetreuung für die Region Ludwigslust und Parchim, aus einem besonderen Grund in die Einrichtung gekommen. Im Gepäck hatten sie einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro, den sie Sabine Bartel übergaben.

„Wir planen ja in Schwerin den Bau einer neuen Hauptstelle. Und beim Baustellenfest für unseren Neubau in der vergangenen Woche hatten wir unsere Gäste auch mit Würstchen und Getränken versorgt und sie gebeten, uns eine Spende zu geben für eine Einrichtung in unserer Region, die das Geld für verschiedene Projekte sicher gut gebrauchen kann“, so der VR-Bank-Vorstand. Mit der Schulwerkstatt hatte Johannes Löning schon früher einmal zu tun gehabt, als die VR-Bank gemeinsam mit dem Rotary Club eine Tischtennisplatte übergab. „Wir haben uns entschieden, der Schulwerkstatt die Spende zu übergeben, da hier eine sehr herausragende Arbeit gemacht wird.“

Und so fand sich auch Zeit, bevor es zum Erinnerungsfoto bei der Spendenscheckübergabe kam, beim Morgenfrühstück mit den Kindern und Jugendlichen und ihren Betreuern ins Gespräch zu kommen. Cedric zum Beispiel treibt gerne Sport, spielt Fußball, möchte aber später kein Profi werden, das sei zu anstrengend. Auf die Frage von Edwin Artz, was er denn gern einmal beruflich machen möchte, sagte Cedric, dass Dachdecker cool sei. Ein Bekannter seines Vaters habe ihm das in Hamburg schon mal gezeigt, und Cedric hat es gefallen.

Natürlich wurde beim Frühstück, das die Jugendlichen gemeinsam mit den Betreuern aus frischen und gesunden Zutaten zubereiten, auch über die Fußball-WM in Brasilien gesprochen, auf einen Sieg gegen Brasilien getippt, der nun ja auch eingetreten und der Titelgewinn in greifbare Nähe gerückt ist. „Wir haben im Unterricht auch über das Land Brasilien gesprochen, und über die Hauptstadt Brasilia“, sagte Marie-Therese Rose.


Einrichtung besteht seit dem Jahre 2006


An diesem Dienstag, als die Gäste der VR-Bank da waren, war Projekttag angesagt, ansonsten gibt es hier wie auch im regulären Schubetrieb Unterricht in Deutsch, Mathe, Englisch und AWT sowie Kunstunterricht, so Sabine Bartel beim Rundgang durch das Haus, das an diesem Standort im Wasserturmweg seit 2006 die Schulwerkstatt beherbergt. „Am Nachmittag gegen 13.40 Uhr ist Schluss, dann geht es wieder von der Schulwerkstatt nach Hause. Die Schüler kommen auch aus Lübtheen und Gößlow. Einige Kinder kommen früh mit dem Bus, einige mit dem Fahrrad, andere auch mit dem Taxi“, ergänzt Sabine Bartel, die als Lehrerin und Koordinatorin aktuell mit ihren Kolleginnen und Kollegen zehn Jugendliche betreut und unterrichtet. Vier werden am Schuljahresende die Einrichtung verlassen und dann wieder in den regulären Schulbetrieb zurückkehren.

„Aber zum neuen Schuljahr werden dann schon wieder zwei neue Jugendliche zu uns kommen,. Der Bedarf ist da“, ergänzt Sabine Bartel. Für die Schulwerkstatt Ludwigslust sind die Joseph-Peter-Lenné-Schule Ludwigslust und das Schulamt Kooperationspartner, der sozialpädagogische Teil liegt in Verantwortung der Caritas.

Im Gespräch mit den Gästen von der VR-Bank eG kam auch zur Sprache, dass die Schulwerkstatt ein neues Domizil sucht, weil die zu hohen Heizkosten mittlerweile nicht mehr zu stemmen sind. Sabine Bartel: „Gegenwärtig sind wir auf der Suche nach einem Gebäude, in dem wir Platz hätten für einen Morgenkreisraum, Klassen- und Aufenthaltsraum, einen Spielraum und Werkstatt nebst Büro. Aktuell sind zwei Angebote im Gespräch, es muss halt von den Kosten her überschaubar sein und alle Räume sollten sich schon auf einer Ebene befinden.“ Und die Leiterin der Schulwerkstatt weiß auch schon, wofür sie die 500 Euro einsetzen will: „Wenn dann der Umzug ins neue Haus ansteht, wird es die eine oder andere Anschaffung geben, so u.a. für einen ansprechenden Tischschmuck“, ergänzt Sabine Bartel.

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