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Neustadt-Glewe : „Schulterblick nicht vergessen!“

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Klasse 4 b der Grundschule „Johann Wolfgang von Goethe“ in Neustadt-Glewe legte Fahrradprüfung ab

von
erstellt am 17.Jul.2017 | 07:00 Uhr

„Das Licht ist in Ordnung, vorne und hinten. Auch sonst ist alles ok, fast jedenfalls. Doch was fehlt an deinem Rad?“ fragt Christin Höfler den kleinen Dominik. Der überlegt kurz und meint dann etwas zaghaft: „Reflektoren?“

Für 20 Mädchen und Jungen der Klasse 4 b der Grundschule in Neustadt-Glewe war’s ein Tag, dem sie schon lange entgegen gefiebert haben. Denn nachdem die meisten von ihnen bereits im Winter die theoretische Fahrradprüfung bestanden hatten, stand jetzt die praktische Prüfung auf dem Programm – unter den aufmerksamen Augen von Polizei-Oberkommissarin Christin Höfler, Präventionsberaterin in der Polizeiinspektion Ludwigslust.

Doch bevor es auf die Straße ging, prüfte die Polizistin auf dem Schulhof jedes einzelne Fahrrad ganz genau: Licht, Bremsen, Klingel und eben auch eingangs erwähnte Reflektoren. „Für die Prüfung macht es nichts aus, aber sag’ zu Hause, dass hinten und vorne Reflektoren an das Rad müssen“, sagte Christin Höfler zu Dominik. Lob gab es für den Jungen aber auch: „Sonst ist ja alles bestens. Dein Helm sitzt auch gut. Das ist wichtig, falls es doch mal zum Sturz kommt.“ Für alle Kinder, deren Fahrrad in Ordnung war, gab es dann eine Plakette, die an das Rad geklebt werden kann.

Anschließend ging es zur Straße vor der Schule. Zunächst erklärte Christin Höfler hier den Schülern die Aufgabe: „Ihr fahrt bis zur Ecke dort, und biegt dann links ab. Dann haltet ihr am rechten Straßenrand an.“

Sodann ging es los, jedes Kind einzeln. Christin Höfler achtete sorgfältig darauf, ob jeder über die Schulter blickte, bevor er sich zum Linksabbiegen einordnete, ob der linke Arm herauskam und die Kurve beim Abbiegen nicht „geschnitten“ wurde. Gleich danach gab’s für jedes Kind eine kurze Auswertung. „Du darfst nicht zu langsam fahren, sonst kannst du vielleicht stürzen“, kam der Hinweis für ein Mädchen. Eine andere Schülerin hielt sich zu dicht am Bordstein. „Das kann gefährlich werden, wenn du gegen die Kante stößt. Fahr’ lieber etwas weiter auf der Straße“, riet die Polizistin hier.

Schließlich durften alle ein zweites Mal auf die Fahrbahn – sozusagen zur entscheidenden Prüfungsfahrt. Hinweise gab es nun nicht mehr. „Bei den meisten bin ich mir schon sicher, wie das Ergebnis aussieht“, meinte Oberkommissarin Höfler danach. „Aber einige von euch möchte ich jetzt noch ein drittes Mal sehen.“

Als auch das geschafft war, ging es zurück in den Klassenraum. Während Christin Höfler die Fahrten noch auswertete, stieg bei den Kindern die Spannung. „Ich bin so gespannt“, meinte Marie. Und Christian erzählte: „Ich habe in der theoretischen Prüfung 40 von 40 Punkten geschafft. Hoffentlich hat das heute auch so gut geklappt.“

Hatte es dann auch für die meisten Mädchen und Jungen der vierten Klasse. Fast alle erhielten die Bescheinigung, dass sie die Fahrradprüfung bestanden haben.

„Wobei überraschend ist, dass die Jungen insgesamt besser unterwegs waren als die Mädchen“, staunte auch Polizei-Oberkommissarin Christin Höfler. „Das ist sonst eigentlich meist etwas anders.“

Nicht weniger stolz als ihre Schüler war Klassenlehrerin Anne Meyer-Krüger. „Es hat sich gelohnt, dass wir uns so ausführlich mit allen Fragen rund um das Fahrrad beschäftigt haben.“

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