Eldena : Schule punktet mit Projekttagen

Bürgermeisterin Elke Ferner will alle Kräfte bündeln / Nachbargemeinden sprechen sich für den Erhalt der Grundschule Eldena aus

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12. Dezember 2014, 07:00 Uhr

Auf dem großen Tisch im Büro der Bürgermeisterin liegt ein dicker Ordner. Vor Elke Ferner liegt das Schulkonzept der Grundschule Eldena mit all den Angeboten, mit den Vorzügen und Stärken dieser kleinen Schule, die vor einer ungewissen Zukunft steht. „Wir kämpfen als Gemeinde für den Erhalt unseres Schulstandortes“, umreißt die Bürgermeisterin die nicht leichte Aufgabe. Elke Ferner nennt drei Grundschulen, deren Namen auf der Liste mit Standorten stehen, die laut Schulentwicklungsplanung des Landkreises Ludwigslust-Parchim geschlossen werden sollen. Neu Kaliß, Malliß und eben Eldena - eine der drei Schulen würde es treffen, so Elke Ferner. Die endgültige Entscheidung fällen die Mitglieder des Fachausschusses des Landkreises. Eine Sitzung zu diesem Thema sollte eigentlich am 17. Dezember stattfinden, aber die Beschlussvorlage mit den genauen Zahlen und Daten der Schulentwicklungsplanung liegt erst am 19. Dezember vor. „Der Erlass aus dem zuständigen Ministerium in Schwerin lag nicht rechtzeitig vor, so dass sich der Landkreis entschlossen hatte, den Zeitplan zu ändern. Unter dem Aspekt, dass dem Ausschuss das Papier mit den jeweiligen Entwicklungsempfehlungen noch nicht vorlag“, so Stefan Sternberg, der Vorsitzender des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport des Kreistages ist. Diese drei von Elke Ferner genannte Schulnamen wollte er so nicht bestätigen. „Da uns als Ausschuss die Unterlagen noch nicht vorliegen, wollen wir uns dazu derzeit auch nicht äußern. Wir beschäftigen uns im Ausschuss sehr intensiv mit der Thematik, denn wir wollen nicht schon vorher mit den Emotionen der Menschen spielen. Wir entscheiden im Sinne des Landkreises, der so viele Schulen wie möglich in der ländlichen Region erhalten will.“


Dem Fachdienstleiter Vorzüge aufgezeigt


Darauf setzt auch die Bürgermeisterin von Eldena. Mit einem Schreiben hat sie sich jetzt an den Fachdienst Bildung, Kultur und Sport des Landkreises gewandt und Fachdienstleiter Rainer Pekram die Vorzüge der Grundschule dargelegt. „Die Grundschule Eldena ist eine kleine Schule, wo jeder jeden kennt und Familien bekannt sind. Wir haben ausreichend helle, gut ausgestattete Räume. Dazu gehört ein neu eingerichtetes Computerkabinett.“ Ohne Probleme könnte die Grundschule ihre Aufnahmekapazität von derzeit 65 auf 130 Schüler erweitern. „Mit sehr geringem Aufwand könnten weitere Klassenräume auf dem Komplex geschaffen werden, denn die ehemalige Realschule wurde nicht zurückgebaut. Die Klassenräume sind noch vorhanden“, ergänzt Elke Ferner. Neue Horträume sind im Schulgebäude integriert.

Grundschule und Kindertagesstätte bilden einen Komplex, der somit günstige Bedingungen für eine gute Zusammenarbeit beider Einrichtungen bietet. Seit dem 1. Mai 2014 leistet Schulsozialarbeiterin Elke Kessin Präventionsarbeit an der Schule.

Außerhalb des Lehrplanes gibt es unterschiedlichste Anregungen für die Schüler, die gut und gern angenommen werden. Dazu zählen z.B. Musik, Englischunterricht ab der ersten Klasse, Sport, Gitarrenunterricht, Singspiele und Singtheater.


Realschule schon seit Jahren geschlossen


Diverse Angebote innerhalb der vollen Halbtagsschule durch das Ehrenamt sind: Handarbeiten, Bastelarbeiten und Schach. Schwimmunterricht wird stets zum Schuljahresbeginn angeboten. Für die Absicherung dieses Unterrichtes stellen sich ebenso Ehrenamtliche zur Verfügung.

„Wir geben zu bedenken, dass im Zuge der Schulentwicklungsplanung der Gemeinde Eldena schon die Realschule genommen wurde. Streicht man uns auch noch die Grundschule, wird die Gemeinde, die einst Zentralort war, in der Bedeutungslosigkeit versinken. Das kann nicht das Ansinnen des Landkreises sein, der doch auch daran interessiert ist, die ländlichen Räume zu erhalten.“

Die Gemeinde Milow hat sich eindeutig positioniert und für Eldena ausgesprochen. Schüler aus dem Milower Ortsteil Krinitz besuchen die Schule Eldena. Der Bürgermeister von Gorlosen, Berthold Böttcher, sprach sich ebenso für den Standort Eldena aus. „Wir wollen zeitnah die Bürgermeister der Gemeinden, die Schüler an unserer Grundschule haben, zum Gespräch einladen“, erklärt Elke Ferner.

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