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Ludwigsluster Tageblatt

18. November 2017 | 13:18 Uhr

Ludwigslust : Schule: Noch kein Signal vom Land

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

An einigen Standorten können erste bzw. fünfte Klasse nur wegen unzumutbarer Schulwegzeiten gebildet werden. Die Prüfung läuft noch

von
erstellt am 23.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Bis Ende des Monats müssen sich Viertklässler mit ihren Eltern entschieden haben, an welcher weiterführenden Schule sie ab Sommer lernen wollen. Doch noch steht nicht für alle Regionalschulen im Landkreis endgültig und offiziell fest, ob sie überhaupt eine neue fünfte Klasse bilden können. Der vom Landkreis erarbeitete Schulentwicklungsplan, der das für sämtliche Standorte bejaht, ist vom Land noch immer nicht vollständig abgesegnet worden. „Wir warten jeden Tag auf die Genehmigung vom Land“, erklärte Guido Wiese, beim Landkreis für den Schulentwicklungsplan zuständig. „Noch steht nicht fest, ob das Bildungsministerium unserer Argumentation folgt.“

Der Schulentwicklungsplan des Landkreises Ludwigslust-Parchim für die allgemein bildenden Schulen für den Zeitraum 2015/16 bis 2019/20 war nur mit Auflagen genehmigt worden. Diese seien teilweise bereits erfüllt, für die übrigen Auflagen sei die Frist am 13. Januar 2017 abgelaufen, erklärte das Schweriner Bildungsministerium auf SVZ-Anfrage. Der Landkreis muss glaubhaft machen, dass tatsächlich unzumutbare Schulwegzeiten entstehen würden, wenn an den betreffenden Schulen keine 1. bzw. keine 5. Klasse gebildet oder die Schule aufgehoben würde und die Kinder zur nächstgelegenen Schule gleicher Schulart fahren müssten. Denn nur in diesem Fall dürfen die Eingangsklassen gebildet werden, auch wenn die vorgeschriebenen Mindestschülerzahlen dafür nicht erreicht werden. Außerdem wurden konkrete Angaben gefordert, wie viele Schüler von den längeren Zeiten betroffen wären. Laut Bildungsministerium geht es um die Regionalen Schulen in Cambs, Malliß und Brüel sowie die Grundschulen in Malliß, Neu Kaliß, Marnitz, Mestlin und Groß Godems.

Der Landkreis hatte im Schulentwicklungsplan, den der Kreistag bereits im Juni 2015 beschlossen hatte, die Entstehung unzumutbarer Schulwegzeiten bereits geltend gemacht. „Wir haben jetzt noch die ÖPNV-Fahrpläne mit nach Schwerin geschickt, damit das Bildungsministerium nachvollziehen kann, welche Buslinien wir für unsere Einschätzung zugrunde gelegt haben“, so Guido Wiese. An der Einschätzung des Landkreises hat sich dadurch nichts geändert.

Für den Regionalschulteil in Cambs musste der Landkreis allerdings nicht auf unzumutbare Schulwegzeiten plädieren. Stattdessen hat er eine Fortschreibung des Schulentwicklungsplans eingereicht. „Wir haben darin die Schülerzahl den tatsächlichen Verhältnissen der vergangenen zwei Jahre angepasst, die über der Mindestschülerzahl von 36 (für fünfte Klassen, A. d. Red.) liegt“, so Wiese. „Damit ist das Thema dort erledigt.“

Damit Schulen, Schulträger, Eltern und Kinder frühzeitig Klarheit haben, hatte der Landkreis schon deutlich vor Ablauf der gesetzten Frist die geforderten Nachweise eingereicht. „Für die Grundschulen sind die Anmeldungen ohnehin längst gelaufen, aber für die fünften Klassen ist der 28. Februar der Stichtag“, erklärte Guido Wiese. „Im Rahmen der Schulwahlfreiheit können Eltern und Kinder aussuchen, welche weiterführende Schule sie besuchen. Dafür wäre es gut zu wissen, ob es an der gewählten Schulen dann noch eine fünfte Klasse gibt.“ Doch das endgültige Signal vom Bildungsministerium fehlt noch. „Die Prüfung der Unterlagen dauert gegenwärtig an“, erklärte Ministeriumssprecher Henning Lipski auf SVZ-Anfrage. Einen Termin, wann die Ergebnisse vorliegen sollen, nannte er nicht. Beim letzten Mal hatte es laut Guido Wiese nur vier Wochen gedauert. Jetzt sind seit Abschicken der Unterlagen schon zwei Monate vergangen. „Im Moment haben wir damit aber bestandsfähige Schulen, und mit großer Wahrscheinlichkeit wird es zu Beginn des Schuljahres 2017/18 keine Veränderung der Schullandschaft im Landkreis geben“, so Wiese.  

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