zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

18. Oktober 2017 | 11:30 Uhr

Dömitz : „Schubi“ will richtig durchstarten

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Alles für den Unterricht: Zweite Schülerfirma des Gymnasialen Schulzentrums Dömitz will Lern- und Lehrmaterial verkaufen.

Egal, ob Formelsammlung, personalisierter Hausaufgabenplaner, Geodreieck, Tintenpatronen oder Blöcke – sie haben alles. Zumindest bald. Im Januar hat sich die Schülerfirma „Schubi“ am Gymnasialen Schulzentrum „Fritz Reuter“ Dömitz gegründet. Sie will künftig Schüler und Lehrer mit den notwendigen Lern- und Lehrmaterialien ausstatten.

Geschäftsführerin ist die 15-jährige Annagesine Strebel, ihr Stellvertreter der ebenfalls 15-jährige Torben Stahlbohm. Beide besuchen die 9. Klasse des Gymnasiums. Die Idee für die Schülerfirma entstand im Rahmen eines Wahlpflichtkurses, dessen Schüler unter anderem für den Verkauf der beliebten personalisierten Hausaufgabenplaner sowie für die Betreuung der Bibliothek zuständig sind. „Ich habe mir den Wahlpflichtkurs ausgesucht, weil ich das immer toll fand, wenn die Schüler des Kurses in unsere Klassen gekommen sind und gefragt haben, wer einen solchen Hausaufgabenplaner haben will“, erzählt Annagesine. „Die Arbeit der Schülerfirma geht jedoch über den Wahlpflichtkurs hinaus“, erklärt Silvana Rieken-Benda, Lehrerin des Schulzentrums und Betreuerin der Schülerfirma. „Es hat diese Schülerfirma schon mal gegeben, allerdings unter einem anderen Namen. Das wurde eben zusammengefügt – also die Schulbibliothek und die ursprüngliche Schülerfirma. Und seit 1. Januar ist sie eben neugegründet unter dem Namen 'Schubi'“, so die 39-Jährige.

Es ist bereits die zweite Schülerfirma am Gymnasialen Schulzentrum. Die Klanglabor S-GmbH ist eine tontechnisch orientierte Schülerfirma, die u. a. an der Organisation und Durchführung verschiedener schulischer Veranstaltungen beteiligt ist. Der Schulförderverein des Gymnasialen Schulzentrums ist der Träger der Schülerfirma und Ansprechpartner der „Schubi“. Er prüft später auch die Bücher. Die Schülerfirma finanziert sich jedoch selbst.

Derzeit sind zwölf Schüler Teil der „Schubi“. Neben dem geplanten Bürohandel ist auch ein betreuter Lesekreis mit zahlreichen Veranstaltungen Teil der Firma.

Noch befindet sich die Arbeit der Schülerfirma im Anfangsstadium. Hausaufgabenplaner und Taschenrechner werden bereits verkauft. Dafür gehen die Mitarbeiter in jede Klasse und nehmen die Bestellungen der Schüler auf. Dabei bedienen sie alle sechs Schularten des Schulzentrums. „Das ist eine große Verantwortung“, sagte die Geschäftsführerin. Trotzdem mache die Arbeit sehr viel Spaß und es seien noch weitere Projekte in der Planung.

Schon bald wollen die Schüler auch Materialien wie beispielsweise Formelsammlungen und Blöcke verkaufen. „Es ist besser, solche Sachen einheitlich zu haben, denn dann kann der Lehrer gleich für alle die Seite ansagen. Und es ist eben schwer, diese Materialien hier oder in den umliegenden Dörfern zu bekommen“, erzählt Annagesine. Dafür müsse jedoch erst noch ein Händler gefunden werden, der sich bereit erklärt, eine Schülerfirma mit den Materialien zu beliefern. Alle Beteiligten sind jedoch zuversichtlich, die Schülerfirma aufbauen zu können.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen