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Ludwigsluster Tageblatt

18. Oktober 2017 | 06:00 Uhr

Malliss : Schreibversuche mit Feder und Tinte

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Tag der offenen Tür in der Regionalen Schule Malliß / Zum 50. Geburtstag wurde auch das Projekt „Entwicklung des Heimatortes“ vorgestellt

svz.de von
erstellt am 28.Jan.2014 | 07:00 Uhr

Eine große Errungenschaft war es vor fünf Jahrzehnten in der damaligen DDR. Eine 10-Klassen-Schule auf dem Lande, noch dazu mit Spültoiletten für alle. 1964 zogen die ersten Klassen in die neue Schule ein. Daran wurde auch am Tag der offenen Tür ausgiebig erinnert. Heute beinhaltet das Gebäude eine Grund-, und eine Regionalschule mit separater Turnhalle und modernisiertem Hortgebäude. In der Grundschule gab es Aktivitäten wie Steine bemalen, Murmelbilder herstellen oder Papierflieger basteln.

Zwei Themen fanden aber besondere Aufmerksamkeit bei Schülern wie bei Eltern. In einem Raum konnte Spiele ausprobiert werden, wie sie vor 50 Jahren gespielt wurden. Hier ging es um Basteleien, alten Brettspielen oder Kreatives mit Kartoffeldruck. „Hier kommen dann auch viele Eltern oder Großeltern noch wieder ins Schwärmen und alte Erinnerungen werden wach“, freuen sich Grundschulleiterin Petra Müllers und ihre Vertreterin Yvonne Engelmann unisono.


Auch ehemalige Lehrer herzlich willkommen geheißen


Ebenso wie im nächsten Raum, wo sich Kinder und Eltern an früheren Schriften mit Feder und Tinte versuchen konnten. In der Regionalschule gab es eine umfangreiche Ausstellung über die Entwicklung des Heimatortes Malliß. Hier hatten sich auch elf Schüler der 10. Klasse unter Leitung von Lehrer Bela Schmidt ein besonderes Ziel gesetzt. Sie wollen alle Schüler rausfinden, die seit 1964 in Malliß zur Schule gegangen sind. Hierbei wurde umfangreich geforscht und recherchiert. Das Ergebnis wurde dann am Abend beim Altschülertreffen, es wurden immerhin um die 200 Leute erwartet, ausgelegt, auch um eventuelle Schreibfehler zu ergründen. „Nach erfolgter Korrekturlesung soll dann daraus das „Goldene Buch der Schule“ entstehen“, sagt Schulleiterin Rosemarie Quade. Zum Tag der offenen Tür kamen natürlich auch ehemalige Lehrer. Lotti Feindt zum Beispiel unterrichtete in Malliß von 1964 bis 1980 und war hier damit eine der ersten Pädagogen. Ebenso Erich Junge. Er unterrichtete damals Mathe, Physik und Astrologie. Bei ihm war es auch gleichzeitig seine erste Stelle als Lehrer, kam er doch als gelernter Kfz-Schlosser eher kurioserweise zu diesem Beruf. „Da damals Lehrer sehr knapp waren, gab es eine groß angelegte FDJ-Aktion, die da hieß „Arbeiter werdet Lehrer“, und so kam ich dazu“, denkt Erich Junge an die vergangenen Zeiten.


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