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Ludwigsluster Tageblatt

15. Dezember 2017 | 07:30 Uhr

Brenz : Schokopudding zum Abschied

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Kantine des LER in Brenz nach über 40 Jahren nun geschlossen / Kita-Kinder brachten den Küchenfrauen zum Abschied ein Ständchen

svz.de von
erstellt am 06.Dez.2017 | 12:00 Uhr

Eine gute Küche hat immer etwas anzubieten, auch, wenn Gäste mal unangemeldet vorbei schauen. So jetzt geschehen in der Küche des Landwirtschaftlichen Erzeugerrings (LER) in Brenz. Als nämlich die Kleinen der Brenzer Kita auftauchten, um tschüß zu sagen. Die LER-Küche hat bisher die Kita mit Mittagessen versorgt, hat nun aber ihre Türen für immer geschlossen. „Wirtschaftliche Gründe zwingen den LER, die Kantine zu schließen“, so Bürgermeister Henry Topp.

Die beiden Köchinnen, Gerlind Geu und Peggy Böttcher, jedenfalls waren völlig überrascht, als die Kita-Kinder und Bürgermeister Henry Topp zum Abschied ohne Vorwarnung in die Kantine kamen. Wie aus einem Munde riefen die Kinder: „Danke für das schöne und gute Essen!“ Als Dank sangen sie den fleißigen Küchenfrauen ein kleines Liedchen – und wurden prompt mit Schokopudding belohnt. In einer guten Küche gibt’s eben immer einen Vorrat…

Außer den Kindern waren an diesem Tag aber auch langjährige Frühstücksgäste gekommen: Hans-Joachim Poddey und Hans Jürgen Güldenpennig sowie Norbert Petermann, der schon als Schulkind hier sein Essen bekam. Auch sie schauten mit etwas Wehmut zu und meinten: „Leider müssen wir uns nun woanders umschauen.“ Aber auch in dieser Hinsicht tut sich ja etwas in Brenz. Erst vor wenigen Wochen öffnete an der B 191 ein Imbiss in der „Alten Molkerei“ (SVZ berichtete).

Mit der Kantine des LER ging nun auch ein Stück Geschichte in Brenz verloren, wie Bürgermeister Henry Topp sagt: „Seit dem Bau der Küche in der damaligen LPG im Jahre 1976 versorgten die Mitarbeiter nicht nur die Brenzer Kinder und Schüler. Auch den Neustädter und Spornitzer Schülern schmeckten die Gerichte aus der LER-Küche, ebenso den Blievenstorfer und Brenzer Senioren. Und natürlich den immer wieder eingekehrten Mittagsgästen.“

Als das „Aus“ im letzten Jahr zur Gewißheit wurde, war die Stimmung ziemlich unten, erinnert sich Gerlind Geu. Sie und auch Peggy Böttcher haben aber reelle Zukunftspläne ab Januar 2018.


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