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Ludwigsluster Tageblatt

26. September 2017 | 05:54 Uhr

Ludwigslust : Schönheitskur für Stadtbibliothek

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

In der Ludwigsluster Einrichtung sind die Maler unterwegs. Leser sind trotzdem willkommen

Wo sonst reihenweise Bücherregale und Sitzgelegenheiten stehen, herrscht jetzt gähnende Leere: Man sieht nur kahle Wände und einen Boden ohne Teppich. In der Stadtbibliothek Ludwigslust ist in diesen Ferien Tapetenwechsel angesagt. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Maler des Malerbetriebs von Ralf Unger aus Neustadt-Glewe haben bereits die Wände in der Kinderabteilung der Bibliothek in einem frischen Weiß gestrichen und den blauen Teppich vom Boden entfernt.

„Die Maler haben das wirklich schnell geschafft. Gerade mal einen Tag haben sie dafür gebraucht!“, lobt Bibliothekarin Manuela Gawlick.

Nun wird die nächste Aufgabe für die Maler sein, den neuen Teppich zu legen. Das Gleiche werden sie in den nächsten Wochen auch in den anderen Teilen der Bibliothek machen. „Die Bibliothek wurde in drei Teile unterteilt. Nacheinander wird dann jeder Teil erneuert. In den anderen beiden Teilen, an denen die Handwerker gerade nicht arbeiten, läuft der Betrieb aber ganz normal weiter“, erklärt Manuela Gawlick.

Die Bücherregale der Kinderabteilung stehen momentan in der Jugend- und Sachbuchabteilung der Bibliothek. Hier können Kinder ganz normal weiter Bücher lesen und ausleihen. „So wird das auch weiter laufen. Wir werden die Bibliothek während der Arbeiten nicht schließen, auch wenn wir uns ein bisschen umstellen müssen“, so die Bibliothekarin.

Doch kommen in diesen Tagen, in denen doch viele Ludwigsluster in der warmen Sonne im Urlaub liegen, überhaupt genug Kunden in die Bibliothek? Oder sind nicht nur die Wände, sondern auch die Zahlen der ausgeliehenen Bücher kahl?

Nein, erklärt Manuela Gawlicks Kollegin Astrid Apmann. „Zwar kommen etwas weniger Leute, aber viele von denen, die herkommen, leihen haufenweise Bücher aus, um für den Urlaub eingedeckt zu sein.“

Besonders oft ausgeliehen würden im Moment Krimis. „Die gehen immer“, wie Astrid Apmann sagt - aber auch leichtere Bücher für den Strand, Liebesgeschichten, oder auch lustige Bücher. Traurige oder Schicksalsgeschichten würden im Moment kaum ausgeliehen.

„Vor allem vormittags kommen auch viele alte Herrschaften und leihen Bücher aus. Die Familien mit Kindern kommen eigentlich immer nachmittags.“

Wer aber im Moment auch häufig in die Bibliothek kommt, das sind die Schüler aus den vierten bis sechsten Klassen. „Wie jedes Jahr findet auch in diesen Sommerferien das „FerienLeseLust- Projekt statt“, erzählt Manuela Gawlick. „Und es kommt gut an. Eine Etage unter der eigentlichen Bibliothek haben wir einen Raum eingerichtet, in dem die Bücher stehen, die Kinder im Rahmen dieses Projekts lesen können.

Nach dem Lesen kommen die Kinder in die Bibliothek und beantworten Fragen zu dem Buch. Wer alles richtig beantwortet hat, bekommt das in sein „Logbuch“ eingetragen. Am Ende des Projekts gehen wir dann als „Abschlussparty“ ins Kino und schauen uns einen Überrasschungsfilm an. Die Kinder bekommen dann auch ein Zertifikat.“

Und das Projekt kommt gut an. Im letzten Jahr wurde sogar ein Rekord geknackt - 2960 Schülern nahmen an dem Projekt in Mecklenburg-Vorpommern teil. Und auch dieses Jahr kamen schon reihenweise Kinder, obwohl die Ferien gerade erst angefangen haben. Die Schüler und auch alle anderen Besucher der Bibliothek stören sich am Umbau nicht. Und wenn die Maler weiter so fleißig arbeiten, wird die Bibliothek schon in einigen Wochen in ganz neuem Licht erstrahlen.

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