Ludwigslust : Schönheitskur für Loreley-Brücke

Die Brücke am Loreley-Felsen im Schlosspark Ludwigslust soll denkmalgerecht saniert werden.
Die Brücke am Loreley-Felsen im Schlosspark Ludwigslust soll denkmalgerecht saniert werden.

Dietmar Braune von der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten im Betrieb Bau und Liegenschaften MV zu Projekten für 2018

von
05. September 2017, 19:00 Uhr

Im Schlosspark gibt es viele idyllische Fleckchen, wo Spaziergänger und Naturfreunde gern verweilen. Dazu gehört auch die Brücke an der Loreley oder auch als Brücke am Inselteich bekannt. „Diese wird auch Froschbrücke im Volksmund genannt“, schmunzelt Dietmar Braune. „Dort soll der Überlieferung nach mal ein Stein gestanden haben, der wie ein Frosch aussah, aber verbürgen möchte ich mich für diese Aussage nicht“, so der Diplom-Ingenieur für Gartenbau. Als Mitarbeiter der Staatlichen Schlösser und Gärten im Betrieb für Bau und Liegenschaften (BBL) Mecklenburg-Vorpommern ist er dienstlich des Öfteren in dieser wunderschönen Parkanlage unterwegs und kennt sich mit Bauwerken und Gartenkunst bestens aus.

Leider aber gibt es an der Loreley-Brücke die alte Trauerbuche nicht mehr. „Dieser markante Baum, der zusammen mit der Eibe einen Blickfang darstellte und das ganze Umfeld prägte, ist plötzlich abgebrochen“, so Dietmar Braune. Und zwar genau an der Veredelungsstelle.“ Die Trauerbuche ist nach Aussage des BBL-Experten ein veredelter Baum, der auf einer Rotbuchenwurzel stand, aber über Jahre hinweg nicht richtig zusammengewachsen ist. „Wir vermuten, dass durch die hohe Regenlast infolge der starken Niederschläge in diesem Sommer die Trauerbuche abgebrochen ist.“ Während des Rundgangs berichtet Dietmar Braune dann über anstehende Baumaßnahmen für 2018. „Ein Vorhaben betrifft die Brücke am Loreley-Felsen, die denkmalgerecht saniert werden muss. Die Vorbereitungen dafür laufen, es gab eine denkmalpflegerische Voruntersuchung, historische Recherchen und eine Bestandsanalyse“, so Dietmar Braune.

„Wir haben die Vermessung und die Baugrunduntersuchung in Auftrag gegeben, parallel dazu beginnt die Planung für die Brückensanierung. 2018 soll dann gebaut werden.“ Ein weiteres wichtiges Bauvorhaben konzentriert sich auf das Areal an den 24 Wassersprüngen. Dort soll die bauliche Gestaltung mit streng geometrischen Wällen wieder hergestellt werden – wie es bereits im Jahr 2014 im Abschnitt zwischen Kaisersaal und der Steinernen Brücke geschehen ist. Auch im Vorjahr hat sich im Auftrag des BBL im Schlosspark Ludwigslust viel verändert. „2016 sind große Wegebereiche gebaut und erneuert worden“, berichtet Dietmar Braune. „Auf den rund einen Kilometer langen Wegen wurden zunächst Unebenheiten aufgefüllt, nach der Tragschicht wurde dann als Deckschicht wassergebundener Grand aufgebracht.“ Zusammen mit zum BBL abgeordneten Forstarbeitern, die im Bereich Schlossgärtnerei tätig sind, wurde das bewerkstelligt. Auch in diesem Jahr wurden etwa auf einer Strecke von einem Kilometer zwei Meter breite Wege saniert. Das betraf als einen großen Bereich den Weg vom Johannisdamm über das Louisen-Mausoleum zum Weg am Eichenteich. Der andere ebenso erneuerte Abschnitt umfasst den Weg vom Denkmalplatz von Friedrich dem Frommen an der Grotte über den Inselteich vorbei zur Hofdamenallee. Der Weg zum Kaisersaal, in dessen Bereich auch neue Bänke aufgestellt wurden, war bereits in der Vergangenheit umfassend saniert worden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen