Grabow : Schönheitskur für Fachwerkhäuser

Das Fachwerkhaus Kirchenstraße19 wird umfassend saniert und soll später als Firmenzentrale der WBV dienen.  Fotos: Michael Seifert
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Das Fachwerkhaus Kirchenstraße19 wird umfassend saniert und soll später als Firmenzentrale der WBV dienen. Fotos: Michael Seifert

Konzept „Grabow 2020“ erfüllt Innenstadt mit Leben / In den nächsten zwei Jahren soll das direkte Marktensemble komplett saniert sein

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27. Dezember 2016, 21:00 Uhr

Mit einem Satz brachte Ilse Bremer, eine rührige Seniorin, die seit Jahrzehnten ihrer Stadt verbunden ist, das Engagement all jener zum Ausdruck, die sich in Politik und Verwaltung für die Entwicklung der bunten Stadt an der Elde eingebracht haben: „Grabow hat sich gut gemacht.“ Und es gibt viele Beispiele aus dem zurückliegenden Jahr 2016, die das belegen. „Wir als Stadt stellen uns dem Trend entgegen, dass kleine Städte sterben“, so Bürgermeister Stefan Sternberg. „So haben wir in entscheidendem Maße die Innenstadtsanierung fortgeführt. Wer mit offenen Augen durch die Stadt fährt, der sieht, was sich in der Vergangenheit alles getan hat.“

Alte Fachwerkhäuser erhalten neuen Glanz und neue Nutzer. Grabow setzt mit der Erhaltung von Objekten in der Innenstadt den Kurs der Stadtentwicklung konsequent fort. Das Ende der städtebaulichen Sanierungsmaßnahme „Stadtkern“ ist für 2022 vorgesehen. Die Innenstadtsanierung geht weiter, z.B. in der Kirchenstraße 19, am Kirchplatz, in der Breitscheid-Straße 13. Die Stadtwerke sind mit ihrem Kundencenter in das sanierte Fachwerkhaus in der Wachtstraße 1 eingezogen. Wichtiges Vorhaben für 2017 ist die Erarbeitung eines Sanierungskonzepts für das Mühlenobjekt in Grabow, dazu laufen Gespräche mit den Investoren. Auch das einstige Maschinenhaus in der Rosestraße 11 soll bald wieder in neuem Glanz erstrahlen.

Die genannten Maßnahmen sind ohne den Einsatz von Städtebauförderungsmitteln nicht finanzierbar, sagt Bürgermeister Stefan Sternberg. Zum Programmjahr 2017 hat die Stadt einen Finanzbedarf aus Städtebaufördermitteln von insgesamt 2,08 Millionen Euro beantragt.

In den nächsten zwei Jahren soll dann das Marktensemble komplett saniert sein. Hauptaugenemerk wird dabei auf das Haus Marktstraße 9 gelegt. Ist auch dieses Projekt eines Tages fertig, ist dann der gesamte Marktplatz wiederbelebt.

Das Vorhaben, die Innenstadt durch die Sanierung alter Fachwerkhäuser noch attraktiver zu gestalten, ist ein wichtiger Bestandteil im Konzept „Grabow 2020“. Eine Arbeitsgruppe mit Fachleuten aus der Stadt beschäftigt sich dabei auch intensiv mit Vermarktung und Belebung zwischen Städtebausanierung, Gewerbe, Infrastruktur und sozialen Strukturen. Es ist eine Ideenwerkstatt zur Ansiedlung von Unternehmen im Stadtzentrum, das zur Belebung der Innenstadt beitragen soll. „Jüngste Beispiele sind die Neueröffnung der Essensversorgung und der Schlachterei am Markt. Ein weiteres Vorhaben ist der Umzug der WBV Grabow in das Haus Kirchenstraße 19, dem liegt ein Beschluss der Stadtvertretung zugrunde“, so Bürgermeister Sternberg.

Wichtige Bestandteile der Vorhaben aus „Grabow 2020“ sind Treffen mit den Gewerbetreibenden, Unternehmerstammtische sollen dabei im Mittelpunkt stehen. „Auch wollen wir uns als Stadt verjüngen, jungen Familie bei uns eine Perspektive bieten. Wir sind dabei neue Bauplätze zu schaffen, dazu wollen wir das Gelände der ehemaligen Goldleistenmanufaktur erschließen.“ Die Umsetzung des B-Planes ist laut Bürgermeister Stefan Sternberg für den Zeitraum 2017/18 vorgesehen.

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