Ludwigslust : Schönheitskur für den Schlosspark

Dr. Gernot Hempelmann
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Dr. Gernot Hempelmann

Helenen-Paulownen-Mausoleum nimmt Besucher durch feierliche Stille gefangen

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12. November 2014, 07:00 Uhr

Der Ludwigsluster Schlosspark hat seine wohl einzigartige Stellung unter den norddeutschen Landschaftsparks weiter ausgebaut. „Schon im Jahr 2013 wurde das Denkmal für den Residenzgründer Friedrich den Frommen durch ein lichtes Rondell unübersehbar aufgewertet, wurden im westlichen Parkteil die Wege wetterfest ausgebaut und die barocken Sichtachsen freigeschlagen. Und es wurde schließlich der Herzogliche Festplatz aus der Zeit Christian Ludwigs (um 1735) nach alten Vorlagen wiederhergestellt“, teilte Dr. Gernot Hempelmann, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Ludwigslust, gegenüber SVZ mit.

In diesem Jahr dann wurde der Teepavillon im Blumengarten von Grund auf saniert. Das innen komplett renovierte Helenen-Paulownen-Mausoleum nimmt den Besucher nun durch seine feierliche Stille gefangen. Das Puschkin-Grab dahinter wirkt gepflegt und wird noch von einem kleinen Eisengitter umgeben. Ein absoluter Höhepunkt der Park-Inszenierung sind dann die Wälle am Kanal zwischen Steinerner Brücke und „Mönch“. Gleich östlich dahinter überrascht der aus dem Nichts wiedererstandene „Kaisersaal“. Und schließlich, auf der anderen Seite der Hofdamenallee, gibt sich die frisch auf alt gemachte Ruine namens „Grotte“ erneut schwer romantisch. Auf dem Weg dahin ist linker Hand auf der kleinen Insel im Louisenteich der frisch herausgeputzte Gedenkstein für die so früh verstorbenen Prinzessinnen Louise und Helena Paulowna wieder gut zu sehen. So bietet sich dem Spaziergänger, in knapp 45 Minuten, ein geschichtsträchtiges Juwel nach dem anderen. Das inszenierte Zusammenspiel von Landschaftsgarten und Parkarchitektur ist wohl einmalig.

Am 18. April 2015 will der „Förderverein Schloss Ludwigslust“ den solcherart runderneuerten Schlosspark mit einem kleinen „Frühlingsfest“ gebührend feiern und der Öffentlichkeit vorstellen. Aber ein Rundgang lohnt sich schon jetzt.

Am kommenden Samstag, dem 15. November, um 14 Uhr, bietet das Schlossmuseum erstmals einen geführten Rundgang durch den fast fertigen Schlosspark an (Dauer etwa 60 min; Treffpunkt an der Museumskasse). Anschließend, ab 15 Uhr, kann man dann noch ins Schloss-Café gehen: Zur Herzoglichen Kaffeetafel mit barocken Musikanten.

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