Schönheitskur für Archiv-Schätze

Archivarin Simona Pries (l.), Bürgermeister Stefan Sternberg und Diplom-Restauratorin Katharina Lußky mit den historischen Protokollbüchern.
Archivarin Simona Pries (l.), Bürgermeister Stefan Sternberg und Diplom-Restauratorin Katharina Lußky mit den historischen Protokollbüchern.

Berliner Buch- und Papierrestauratorin nimmt sich der Erneuerung von vier historischen Protokollbüchern des Grabower Magistrats an

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21. März 2015, 11:27 Uhr

Schätze aus dem historischen Archiv der Stadt Grabow haben den Weg in die Bundeshauptstadt angetreten, wo sie während eines längeren Aufenthalts eine Schönheitskur erfahren werden. „Als die Buch- und Papierrestauratorin Katharina Lußky aus Berlin hier bei uns im Rathaus war, hat sie unsere bedeutendsten und wichtigsten Protokollbücher mitgenommen“, so Grabows Bürgermeister Stefan Sternberg. Bei den archivarischen Schätzen handelt es sich um Bücher im Zeitraum von 1668 bis 1880. Vier wertvolle Protokollbücher des Magistrats der Stadt Grabow, an denen die vergangenen Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen haben, und die nun in absehbarer Zeit in neuem Glanz erstrahlen. „Das Vorhaben war lange geplant und es ist dringend erforderlich, dass die Bücher im Bestand gesichert werden“, so Bürgermeister Sternberg. Restauratorin Katharina Lußky nimmt eine Trockenreinigung vor, es werden Risse geschlossen, die durch Auswirkungen des Stadtbrandes von 1725 in Mitleidenschaft gezogene Stellen an den Büchern werden wieder hergestellt. Fehlstellen werden ergänzt und des weiteren nimmt die Restauratorin aus Berlin die Glättung von Knicken vor. Eine spannende Geschichte, die den Beginn von umfangreichen Sicherungsmaßnahmen für das historische Archivgut der Stadt Grabow anzeigt. In der nahen Zukunft werden die Maßnahmen mit der Sicherung und Restaurierung an den historischen Siegeln der Urkunden fortgesetzt, der Bürgermeister erwähnte in diesem Zusammenhang die Gründungsurkunde von Grabow aus dem Jahre 1252. Für diese Arbeiten werden andere Restauratoren in Frage kommen. Dieser Auftrag muss dann wieder separat ausgeschrieben werden.

Doch zurück zum Hier und Jetzt: Für Katharina Lußky, die seit ihrem Abschuss als Diplom-Restauratorin im Studiengang Restaurierung und Konservierung von Grafik, Archiv- und Bibliotheksgut freiberuflich arbeitet, ist das sicher eine neue große Herausforderung, der sich die junge Frau nun in den nächsten Wochen und Monaten stellen wird. Die Restaurierung ist aufwändig und umfangreich, dafür sind 4000 Euro an Kosten eingeplant. Diese Schönheitskur ist überhaupt erst möglich geworden durch die Unterstützung der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, die eben diese Summe über ihre Stiftung zur Verfügung stellt. „Ursprünglich wollten wir als Stadt nur zwei Protokollbücher restaurieren lassen, aber dann war das Angebot so gut, dass wir uns entschlossen haben, doch vier zu sanieren“, erklärt der Bürgermeister.

Wenn die junge Buch- und Papierrestauratorin ihre Arbeit verrichtet hat und die Protokollbücher wieder in neuem Glanz erscheinen, sollen diese Zeitdokumente Grabower Geschichte auf einer Sitzung der Stadtvertretung übergeben werden.

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