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Ludwigsluster Tageblatt

11. Dezember 2017 | 03:10 Uhr

Ludwigslust : Schnelle Hilfe im Katastrophenfall

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Auftaktveranstaltung der Medical Task Forces 13 Westmecklenburg / Größere Übung auf dem Programm

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2016 | 12:41 Uhr

„Zwei Rettungsdienstler sind dabei, eine Krankenschwester,  einer ist im Fahrdienst beschäftigt, wir haben auch einen Ruheständler, der uns unterstützt“, sagt  Andreas Skuthan, Ehrenamtskoordinator des DRK-Kreisverbandes, als er auf  die Liste der Mitglieder der Medical Task Forces (MTF) 13 Westmecklenburg schaut. Die Medical Task Forces verstärken und unterstützen den Rettungsdienst und den Katastrophenschutz bei der Rettung und medizinischen Versorgung der Verunglückten.

In Mecklenburg-Vorpommern werden unter dem Dach des DRK-Landesverbandes drei MTF aufgebaut,  die Medical Task Forces sind stets an Krankenhäuser angebunden.  Der Kernstandort für das MTF 13, zu dem die Bereiche Nordwestmecklenburg, Schwerin, Parchim, Doberan und Ludwigslust gehören,  ist das Krankenhaus in Grevesmühlen. „Aktuell  zählen wir über unseren DRK-Kreisverband Ludwigslust 13 Helfer , die sich ehrenamtlich in der MTF-Teileinheit Ludwigslust engagieren“, ergänzt Andreas Skuthan,  der als MTF-Verantwortlicher des DRK-Kreisverbandes tätig ist. „Wichtig ist es für uns, weitere Helfer zu gewinnen, bis zum Jahre 2020 brauchen wir 20.“ Drei Fahrzeuge gehören zum gegenwärtigen MTF-Bestand des DRK-Kreisverbandes Ludwigslust.  „Zwei KTWB, also Krankenhaustransportwagen Bund, mit jeweils zwei Einsatzkräften, die in Ludwigslust stationiert sind und die vom Bund bereitgestellt werden. Dazu kommt noch ein GWSan, ein Gerätewagen Sanität, ein Lkw, der mit sechs Einsatzkräften besetzt wird.“ Das heißt, zehn MTF-Helfer als Erstbesetzung, aber das DRK möchte noch eine Zweitbesetzung aufbauen, deshalb das Ziel von zwanzig Helfern. Diese Doppelstruktur ist wichtig, um auf alle möglichen Ereignisse – von einer Massenkarambolage auf der Autobahn bis zu schweren Zugunglücken – flexibel reagieren zu können. Zu den Teams gehören Ärzte, die auch Erfahrungen im Rettungsdienst mitbringen sollten. Von der Qualifikation her  erhalten die ehrenamtlichen MTF-Helfer eine Sanitätsausbildung und auch die Möglichkeit zu einer Rettungssanitäterausbildung, die vom Bund komplett bezahlt wird. „Die MTF werden also vorrangig bei größeren Schadensereignissen alarmiert, die Entscheidung wird vor Ort getroffen“, so Andreas Skuthan. Einmal im Monat treffen sich die MTF-Helfer zur Ausbildung in Ludwigslust. Dann steht Ausbildung an Fahrzeugen an, wird z.B. das aufblasbare Zelt mit Behandlungsplätzen für bis zu 50 Verletzte aufgebaut, erfolgen Einweisungen und Umgang mit Notstromaggregaten, medizinischen Geräten und Funkausbildung. 

„Zweimal stehen zentrale Ausbildungstermine im Jahr auf dem Programm, einmal treffen wir uns im Frühjahr und dann noch einmal im Herbst. Dann folgt die Standortausbildung vor Ort mit Sanitätsausbildungskursen. Die Rettungssanitätsausbildung mit dem theoretischen Teil findet im DRK-Bildungszentrum Teterow statt“, so Skuthan. „Am 18. Februar findet die Auftaktveranstaltung für 2016 in Parchim statt, dort werden wir Ludwigsluster gemeinsam mit der Parchimer Teileinheit die Standortausbildung absolvieren.“ Dann werden die verschiedenen  Ausbildungen durchgesprochen, auch eine größere Übung ist an diesem Tag vorgesehen.

„Wir suchen aber nicht nur Helfer für den Rettungs- und Sanitätsdienst, wir sind auch an Leuten interessiert, die zum Beispiel als Gerätewart bei uns in der MTF-Gruppe mitarbeiten wollen“, so Andreas Skuthan. Ebenso sucht der DRK-Kreisverband händeringend Helfer für den DRK-Betreuungszug. Wer Interesse hat, sollte sich beim DRK-Kreisverband Ludwigslust unter Telefon 03874 326114 melden.

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