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Ludwigsluster Tageblatt

18. November 2017 | 11:34 Uhr

Ludwigslust : Schnelle Arbeit in der Neustädter

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Baumaßnahme einen Monat früher vollendet als geplant / Stadt behält Parkerei im Auge und will bei Bedarf Schilder aufstellen lassen

svz.de von
erstellt am 16.Okt.2014 | 18:40 Uhr

Wilhelm Sievers ist zufrieden. „Mir gefällt die neue Straße ganz gut, vor allem ist sie schnell fertig geworden“, sagt der Ludwigsluster. Er harkt seinen Vorgarten, als gestern Vertreter der Stadt, des Planungsbüros, der Baufirma und anderer beteiligter Unternehmen zur Bauabnahme durch die Neustädter Straße ziehen. Einen Monat früher als geplant hatte die Firma STL Ludwigslust die Arbeiten zwischen Paschenstraße und Bahngleisen beendet.

Seit dem späten Frühjahr waren Regenwasserkanal gebaut, Gas- und Wasserleitungen verlegt und die Oberfläche neu gestaltet worden. Rund 170 000 Euro (inklusive Planung) investiert die Stadt. „Die Fahrbahn ist aus großformatigem Betonpflaster, die Parkflächen sind aus Naturstein“, erklärt Planer Wilfried Lock von Dänekamp und Partner Ludwigslust. Jens Gröger, Fachbereichsleiter Tiefbau bei der Stadtverwaltung, ist zufrieden. „Die Straße fügt sich gut in das Bild der Anliegerstraßen wie Amselweg oder Im Stüde ein. Das Ergebnis ist super.“ Ende des Jahres sollen noch einige Linden gepflanzt werden. Wilhelm Sievers ist noch skeptisch, wie das aussehen wird. Schließlich seien die jungen Bäume viel kleiner als der alte Baumbestand. Ärgerlich findet er, dass einige Kraftfahrer schon wieder über die frisch angelegten Grünflächen fahren. Davon hatten sich gestern auch die Teilnehmer der Bauabnahme überzeugen können. Obwohl die Absperrung noch stand, fuhr ein Pkw-Fahrer mit hoher Geschwindigkeit in die Straße hinein und kurz hinter der Menschengruppe entlang. In einer Grünfläche hinterließ er eine tiefe Spur.

Im Blick behalten will die Stadt die Parksituation. Sollten Parkflächen und Straßenränder – anders als gedacht – von Dauerparkern belegt werden, müssten noch Schilder aufgestellt werden, so Jens Gröger. Zunächst hat man darauf verzichtet.

Mit dem Abschluss der Bauarbeiten findet ein Projekt, das auch in der öffentlichen Diskussion stand, sein Ende. Um die Anlieger finanziell zu entlasten, hatten Stadtvertreter den Versuch unternommen, die Straße umwidmen zu lassen – von einer Anlieger- zu einer Innerortsstraße. Der Vorstoß blieb erfolglos. Damit werden laut städtischer Satzung rund 75 Prozent der beitragsfähigen Kosten auf die Grundstückseigentümer umgelegt. „Wir haben schon vor Jahren angefangen zu sparen“, sagt Elisabeth Sievers, die an dem Haus hängt, das ihre Großeltern 1919 gebaut hatten. „Sonst könnte man eine solche Summe gar nicht bezahlen.“

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