ludwigslust : Schlosskonzerte 2014

Ludwigsluster Schlossverein geht neue Wege

svz.de von
04. Dezember 2013, 07:00 Uhr

Der „Förderverein Schloss Ludwigslust“ veranstaltet alljährlich neben dem Barockfest auch die Ludwigsluster Schlosskonzerte. Nach einer erfolgreichen Saison 2013 hat Konzertmanager und Moderator Dr. Matthias Irrgang jetzt das vielversprechende Programm für 2014 vorgelegt.

Die „Heimstätte“ der Schlosskonzerte, der Goldene Saal in der Ludwigsluster Residenz, steht nach Baumaßnahmen frühestens im Herbst wieder zur Verfügung; und die Stadtkirche, als eine der alternativen Spielstätten, ist den Sommer über wegen Renovierungsarbeiten ebenfalls nicht bespielbar. So finden die ersten fünf (oder sechs) Konzerte 2014 in der Katholischen Kirche St. Helena im Park statt. Und dort bietet sich jetzt ganz neu die Möglichkeit, den soeben wiederhergestellten Festplatz (zwischen Kirche und Johannisdamm) mit einzubeziehen: für einen stimmungsvollen Konzert-Nachklang im abendlichen Park und für ungezwungene Begegnungen mit den Künstlern.

Die Saison 2014 startet am 17. Mai (am Vorabend des Barockfestes) gleich mit zwei Highlights: Im Mittelpunkt des Konzerts mit Musik von Corelli steht die heutzutage nur noch ganz selten zu hörende Theorbe. Das war einmal ein charakteristisches Instrument der Barockmusik: eine übermannsgroße Basslaute mit zwei Wirbelkästen, doppelchörigen Griffsaiten und acht freien Bordunsaiten – ungewöhnlich anzusehen und anzuhören. Diesem seltenen Musikerlebnis (ein Muss für alle Barockfreunde) folgt dann draußen die „barockgemäße“ Einweihung des neuen alten Festplatzes. Teils von weither angereiste „Herrschaften“ in Prunkgewändern machen den Abend zu einer Zeitreise zurück in die Welt des Herzogs Christian Ludwig, der um 1730 hier in den Klenower Wäldern sein Jagdschloss „Ludwigs-Lust“, den ersten barocken Park und eben diesen Festplatz schaffen ließ.

Das Konzert am 7. Juni verzaubert dann mit romantischen „Sommermärchen“, während es am 12. Juli um mitreißende Klezmer-Musik geht („wild und weit wie die Seele“).

Die neu ausgedachte „Nacht der Musik“ (23. August) setzt noch eins drauf: Nach alt-irischer Folklore (zur alt-keltischen Harfe) und Elfenzauber im nächtlichen Park geht’s weiter zum Luna-Filmtheater (in der Kanalstraße), wo die späten Gäste ein heißer Tango-Argentino-Stummfilm zu heißer Live-Musik erwartet: Tango total! Heißer kann die Augustnacht nicht werden.

Im September kommt ein Posaunenquartett – vielleicht schon in den Goldenen Saal, anderenfalls in die katholische Kirche. Wer bei Posaunen an feierlich getragene Choralmusik denkt, liegt hier völlig daneben. Die jungen Virtuosen (oder Furiosen) aus Österreich zeigen nämlich, was man sonst noch alles aus Posaunen herausholen kann – ungeahnt und unerhört. Aber schließlich kehren sie dann doch zur Choralmusik zurück und ziehen mit den Konzertbesuchern zum Helenen-Paulownen-Mausoleum hinüber (das dann weitgehend renoviert sein wird. Der Schlossverein möchte damit die alte höfische Tradition wieder aufnehmen, dass man sich nämlich am Todestag der damals so beliebten Zarentochter und Erbprinzessin vor/in ihrem Mausoleum zum kurzen „memento mori“ versammelt.

Am 11. Oktober geht es dann „ganz sicher“ in den Goldenen Saal, auch wenn der Abend noch den speziellen Charme eines „Baustellenkonzertes“ haben sollte. Die vier Cellisten von QUATTROCELLI haben mehr als Musik zu bieten, nämlich eine musikalische Performance.

Neu in der Konzertreihe des Schlossvereins ist schließlich noch ein Adventskonzert bei Kerzenschein („Lichterfest Santa Lucia“) am 13. Dezember in der bis dahin frisch gestrichenen Stadtkirche.

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