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Urlauber erleichtert : Schleusenwärter-Streik ab heute ausgesetzt

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Im Tarifstreit der Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung ist erst einmal Verhandlung angesagt. Laut Gewerkschaft "verdi" ist der Streik ab heute zunächst ausgesetzt. Aufatmen heißt das für die Touristen.

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erstellt am 09.Sep.2013 | 07:59 Uhr

grabow | Im Tarifstreit der Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung ist erst einmal Verhandlung angesagt. Nach Information der Gewerkschaft "verdi" ist der Streik ab heute zunächst ausgesetzt. Aufatmen heißt das nicht nur bei den Bootstouristen, sondern auch bei den Betreibern von Wasserrast- und Campingplätzen.

"Wir hatten etliche Urlauber, die zur Müritz und dann weiter nach Berlin fahren wollten", erzählt Anne Sielaff vom Campingplatz "Am Wiesengrund" Malliß. "Nach der Ankündigung der Streiks sind sie aber sofort umgekehrt aus Angst, nicht rechtzeitig vor Urlaubsende zurückzukommen." Viele sind dann über die Elbe in die Bundeshauptstadt geschippert. Seit ein paar Tagen kommen nun keine Boote mehr auf dem Mallisser Campingplatz an. Nach dem Elbhochwasser, das den Schiffsverkehr auf der Müritz-Elde-Wasserstraße zu Beginn der Hochsaison komplett lahmgelegt hatte, ist die jetzige Situation besonders bitter. Damals hatten am Mallisser Anleger mehrere Schiffe gelegen, deren Besitzer oder Schiffsführer auf anderen Wegen nach Hause gefahren waren, als der Rückweg wegen des hohen Wasserstandes versperrt war.

Der Bereich des Außenbezirks Grabow des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lauenburg erstreckt sich von Dömitz die Müritz-Elde- und Störwasserstraße entlang bis zum Schweriner See. Nach Auskunft von Außenbezirksleiter Andreas Hering war vom Streik lediglich die Schleuse "Findenwirunshier" in Neu Kaliß betroffen. Ohnehin sind nur vier der acht Schleusen, die sich im Bereich des Außenbezirks befinden, mit Schleusenwärtern besetzt, die restlichen arbeiten automatisch.

Zum Stau von Sportbooten sei es nicht gekommen, sagt Hering. Die meisten Skipper hätten sich bereits in Dömitz oder im oberen Teil der Müritz-Elde- bzw. Störwasserstraße informiert.

Ziel des Arbeitskampfes ist laut einer Mitteilung des "verdi"-Landesbezirkes Nord der Abschluss eines Tarifvertrages. Statt eines verhandlungsfähigen Angebotes habe es von der Bundesregierung bisher nur unverbindliche Zusagen gegeben. Laut Gewerkschaft droht der Abbau von einem Viertel der rund 12 000 Arbeitsplätze bei der Schifffahrtsverwaltung des Bundes durch eine geplante Umstrukturierung.

Betroffen von den Streiks waren laut "verdi" alle Wasserstraßen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

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