Grabow : Schlaglöcher sind bald Geschichte

Wenn der Minister schon mal da ist, dann werden auch die Pläne für den Schulanbau gezeigt: Dirk Friedriszik, Christian Pegel, Stefan Sternberg, Marianne Randt, Nico Marwitz und Annett Ohm (v.l.).
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Wenn der Minister schon mal da ist, dann werden auch die Pläne für den Schulanbau gezeigt: Dirk Friedriszik, Christian Pegel, Stefan Sternberg, Marianne Randt, Nico Marwitz und Annett Ohm (v.l.).

Infrastrukturminister Christian Pegel übergibt Fördermittel an Grabows Bürgermeister Stefan Sternberg für Straßenbau.

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09. März 2018, 21:00 Uhr

Ob die Mappe schwer ist, fragt Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) den Schülerrat. Die drei Jungs verneinen, wollen aber die Mappe irgendwie nicht mehr hergeben. Nicht ohne Grund. Schließlich beinhaltet diese einen Fördermittelbescheid mit rund 326 000 Euro. Das Geld ist für den Straßenausbau entlang der Friedrich-Rohr-Schule in Grabow. Die Schüler – Nico Gabriel, Moritz Mario Schomann und Benjamin Schmidt – müssen sich noch ein wenig gedulden, bis der Anbau der Regionalen Schule beginnt. Doch auch Bürgermeister Stefan Sternberg hält mit seinen Ideen nicht hinterm Berg, rührt fleißig die Werbetrommel für das Projekt. Für die Friedrich-Rohr-Schule 2.0.

Zunächst aber geht es um die beiden Sorgenkinder der Stadt – die Friedrich-Rohr- und die Nebenstraße. Ja, sie heiße wirklich Nebenstraße. Christian Pegel findet das kreativ. Schlaglöcher, kein befestigter Gehweg... In der Friedrich-Rohr-Straße ist einiges im Argen. Das soll noch in diesem Jahr geändert werden. „Es ist wirklich mit die schlechteste Straße von Grabow“, sagt Stefan Sternberg. „Zum Teil ist sie schon sehr stark ausgeschlagen.“ Der Infrastrukturminister kann sich bei einem Rundgang in und außerhalb der Schule selbst davon überzeugen.

Die Fördermittel sind überreicht. Wann gibt es den Startschuss? Auch das möchte Minister Pegel wissen. „Ich denke, dass wir im Frühjahr anfangen können“, sagt Peter Neumann, Bauamtsleiter. Die Bauzeit werde wohl um die zwei Jahre betragen. Während der Bauarbeiten müssten sich Autofahrer in jedem Fall darauf einstellen, dass die Friedrich-Rohr-Straße wie auch die Nebenstraße gesperrt sein werden. Schließlich würde nicht nur die Fahrbahndecke gemacht, sondern auch gleich sämtliche Kanalarbeiten erledigt. „Wir hoffen natürlich, dass wir fertig sind, wenn mit dem Schulbau begonnen wird“, sagt Peter Neumann. Das hofft auch Schulleiterin Jutta Bloßfeld. Für sie gehört der Straßenbau zum Schulbau-Projekt dazu. „Die Straße ist unendlich wichtig für uns“, sagt Jutta Bloßfeld.

In einem nächsten Schritt – aller Voraussicht nach im kommenden Jahr – kann dann mit dem Schulanbau begonnen werden. Die Vorzeichen stehen gut. Dafür sorgt auch Grabows Bürgermeister. „Wir wollen eine offene, transparente Schule sein“, erklärt Stefan Sternberg die Pläne. Alles noch Entwürfe. In Stein gemeißelt sei noch nichts. Viel Glas solle verbaut werden. Offen halt. Transparent. Eines aber, da ist sich Stefan Sternberg sicher, wird es geben. Den Sprung ins digitale Zeitalter. „Wenn wir einmal dabei sind zu bauen, dann richtig.“ Deshalb werden beide Schulen – die Regionale Schule „Friedrich-Rohr“ und auch die Grabower Grundschule – digital ausgestattet. Schnelles Internet, Mediaboards... „Wir werden die ersten kommunalen Schulen haben, die in das digitale Konzept des Landkreises aufgenommen werden“, erklärt Stefan Sternberg. Derzeit läuft kreisweit ein Pilotprojekt – die digitale Schule. Pilotschulen sind das Gymnasiale Schulzentrum Wittenburg und das Eldenburg-Gymnasium in Lübz. „Ich hoffe, dass wir Ende 2020 dann einen richtigen Schulcampus haben“, sagt Stefan Sternberg. Die Grundsteine dafür würden derzeit gelegt.

Minister Pegel freut sich über so viel Engagement. Und kann nur eines sagen, ohne zu viel zu verraten: „Die Grundsatzentscheidung für den Schulanbau ist definitiv gefallen.“ Wann die nächsten Fördermittel nach Grabow flattern, ist also nur noch eine Frage der Zeit.

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