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Neustadt-Glewe : Schiefes Haus: Rettung geht voran

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Sanierung des fast 290 Jahre alten Hauses in der Rudolf-Breitscheid-Straße in Neustadt-Glewe: Bald kommt neues Dach

Sie brechen an verschiedenen Stellen etwas Putz aus der Fassade und staunen nicht selten: Dort, wo eigentlich Holz sein sollte, kommt dann und wann Mauerwerk zum Vorschein.

Seit dem Frühjahr wird das Gebäude in der Rudolf-Breitscheid-Straße 22 in Neustadt-Glewe komplett saniert (SVZ berichtete). Bis Ende Februar 2018 sollen in dem knapp 290 Jahren alten Haus zwei neue Wohnungen entstehen. Regelmäßig treffen sich die Beteiligten – u. a. Architekten, Vertreter der Baufirmen, der Stadt und des Denkmalschutzes – und beraten über den Bauablauf.

Beim jüngsten dieser Treffen konnte konstatiert werden, dass die Arbeiten an dem in den Jahrhunderten mehr und mehr in Schieflage geratenen Haus gut voran kommen. „Die Gewerke arbeiten Hand in Hand zusammen“, freut sich Planer Thomas Rebhan vom Ludwigsluster Büro Architekten und Ingenieure Kaschig+Schilling. Während beispielsweise im Erdgeschoss die Zimmerer Heiko Saeland und René Ulbrich vom Meisterbetrieb Zimmerei Saeland & Ulbrich GbR aus Ludwigslust die Absteifungen setzen, mit denen die Decke gestützt wird, ist im Obergeschoss bereits der Neustädter Malermeister Detlef Unger unterwegs, um die Reinigungsarbeiten für den späteren Anstrich vorzubereiten. Nachdem das Dachgeschoss saniert ist, soll bereits in etwa vier Wochen das Dach drauf sein.

„Wir wollen besonders der Nachbarin des betreffenden Hauses für ihr Entgegenkommen danken“, sagt Silvia Neumann vom Neustädter Bauamt. „Wir durften ohne Probleme ein Gerüst auf ihr Grundstück stellen.“ Schon in dieser Woche wird die dem Nachbarhaus zugewandte Seite des in Sanierung befindlichen Gebäudes gemauert.

Wie eingangs erwähnt, findet sich an manchen Stellen statt des ursprünglichen Holzes nun Mauerwerk. „Das Holz ist offenbar bei früheren Erneuerungen durch Stein ersetzt worden“, so Architekt Thomas Rebhan. Das betrifft speziell den sogenannten Ringgurt, der sozusagen das Gebäude zusammenhält. Ein anderes Problem sind morsche Holzbalken. Thomas Rebhan: „Wir begutachten ganz genau, welche Balken durch neues Holz ersetzt werden müssen. Die Gesamtbaumaßnahme kostet rund 630  000 Euro. Der größte Teil davon wird laut dem Sanierungsträger GOS mbH in Ludwigslust durch Städtebaufördermittel abgedeckt.

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erstellt am 07.Aug.2017 | 19:00 Uhr

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