Dömitz : Schau der Biosphäre-Partner

Entspannte Sonntagsnachmittagsatmosphäre auf dem Innenhof der Festung Dömitz. Die Macher waren mit der fünften Marktauflage zufrieden.
Entspannte Sonntagsnachmittagsatmosphäre auf dem Innenhof der Festung Dömitz. Die Macher waren mit der fünften Marktauflage zufrieden.

Produzenten und touristische Anbieter aus der Flusslandschaft an der Elbe präsentierten sich auf der Festung Dömitz

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02. Mai 2017, 05:00 Uhr

Parktechnisch befand sich die Elbestadt am Sonntag im Ausnahmezustand. Das ist immer so, wenn Ereignisse auf der Festung anstehen. Nicht nur die Parkplätze vor der Wehranlage waren restlos dicht, auch in den angrenzenden Straßen ging nur noch schwer etwas. Bereits zum fünften Mal hatten die Stadt Dömitz und das Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe zum länderübergreifenden „Biosphäre-Elbe-Markt im Frühling“ auf die Festung Dömitz eingeladen. Mehrere Dutzend Marktstände und Mitmachangebote bot das Ereignis auf dem Hof der größten Festungsanlage in Mecklenburg.

Viele der kulinarischen Köstlichkeiten und regionalen Produkte, von Wurstwaren aus der Archeregion, Honig, Spanferkel über Kartoffelpuffer, Biopommes und -pilzen bis hin zu Filz- und Holzprodukten, wurden von Partnern des „Unesco-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe“ angeboten – und das länderübergreifend aus MV, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

Das Markttreiben ergänzten Mitmachaktionen für Groß und Klein, Handwerkskunst sowie Führungen im Infozentrum des Unesco-Biosphärenreservates, auf der Festung und rund um den Amphibienlehrpfad. Ein buntes kulturelles Programm durfte nicht fehlen: Neben der Dömitzer DRK-Kita „Regenbogenland“, der Musikschule Fröhlich und den Funny Funkys mit der Kindergarde des Dömitzer Carneval Clubs (DCC) standen auch die Trommelgruppe Castano Drums, die Tanzschule Müller, De Plattdütsche Verein to Rehna e.V. sowie die Alba Blues Band auf der überdachten Freilichtbühne.

Im Mittelpunkt der Biosphäre-Elbe-Märkte stehen die Partner des Biosphärenreservates. 19 seien zum aktuellen Markt auf die Festung gekommen, informiert Ulrike Müller, Dezernentin im Biosphärenreservatsamt Schaalsee-Elbe. Insgesamt gibt es nach ihren Worten 110 Partner in allen fünf Ländern, in MV sind es rund 40. „Das sind alles Unternehmen, Menschen, die sich den Ideen des Biosphärenreservates verpflichtet fühlen und mit einen Beitrag dazu leisten wollen, dass diese Landschaft so schön bleibt, wie sie ist“, so Ulrike Müller. Das Jahr 2017 ist ein besonderes für das Biosphärenreservat „Flusslandschaft Elbe“. Vor 20 Jahren, Ende 1997, ist es durch die Unesco anerkannt worden, weil es eine der letzten naturnahen Stromlandschaften Mitteleuropas darstellt. Die Unberührtheit, bedingt durch die geografische Lage in der Grenzregion zwischen Nato und Warschauer Vertrag hat über Jahrzehnte eine einzigartige Landschaft erhalten.

Die Menschen aus der Region lieben die Elbe und sie lieben die Festung, die trutzig an ihrem Ufer steht. Die Wehranlage allerdings braucht Hilfe. Deshalb auch der Informationsstand des Förderkreises Festung Dömitz am Eingang zum Kommandantenhaus. Dort sammelten Mitglieder Spenden für die Sanierung der Eingangsbastion. „Aber vor allem das Kommandantenhaus braucht Sanierung. Wir haben Kontakt mit dem Land aufgenommen, und die Gespräche sind auf einem guten Weg“, sagt die Vorsitzende des Förderkreises, Marina Möller.

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