Grabow : Schau der besten Jungkaninchen

Drei der Aussteller auf der Kreisjungtierschau: Julia Roock (l.) und ihre Tochter Lina Nele aus Gosewerder (Amt Neuhaus) sowie Marcel Nast aus Spornitz.
Drei der Aussteller auf der Kreisjungtierschau: Julia Roock (l.) und ihre Tochter Lina Nele aus Gosewerder (Amt Neuhaus) sowie Marcel Nast aus Spornitz.

Kreisverband zeigte beste Tiere am Grünen Steig in Grabow / Weniger Aussteller wegen der Chinaseuche

svz.de von
16. August 2016, 07:00 Uhr

Neugierig mümmeln wildgraue Farbenzwerge am Käfiggitter. Eine schwarzweiße Deutsche Riesenschecke äugt in die Runde und wendet sich dann ab. 154 Tiere einer großen Rassenvielfalt präsentierten sich der Öffentlichkeit. Anlass bot die 22. Jungtierschau des Kreisverbandes der Rassekaninchenzüchter Ludwigslust e. V. Sie gehört zum festen Bestandteil des Terminkalenders vieler Züchter und findet traditionsgemäß in der Ausstellungshalle des Grabower Vereins im Grünen Steig statt. „Diese Jungtierschau soll von den amtierenden Preisrichtern eine kleine Vorauswahl für weitere Ausstellungen sowie zukünftigen Zuchteinsatz der Rassekaninchen treffen“, so Stefan Roock, Vorsitzender des Kreisverbandes der Rassekaninchenzüchter Ludwigslust.

Und so waren die Preisrichter Axel Ketelhöhn, Horst Schönfeld und Rainer Schönfeld mit scharfen Augen dabei, die einzelnen Tiere nach der Ausprägung ihrer Rassemerkmale unter die Lupe zu nehmen. Ihre Bewertung wurde anschließend im Katalog der Ausstellung veröffentlicht. Etwa zwei Dutzend Aussteller gingen an den Start. Einen Landesverbandsehrenpreis, die höchste zu vergebende Auszeichnung, errang Peter Schmill aus Wittenburg für rotbraune Hasenkaninchen. Kreisverbandsehrenpreise gingen an Marcel Nast aus Spornitz für wild-/hasengraue Deutsche Kleinwidder sowie Egon Schulz aus Rosien für Kleinchinchilla. Den Pokal des Grabower Bürgermeisters gab es für Anne Karstens aus Sumte (Rote Neuseeländer) und Bernd Duwe aus Grabow für gelbe Kleinsilber. Weitere 24-mal konnten die Preisrichter Ehrenpreise vergeben. Einer von ihnen ist Ausstellungsleiter Axel Ketelhöhn aus Wöbbelin.

Bei einem Rundgang durch die Ausstellung zeigte der erfahrene Züchter die schönsten Exemplare. Ketelhöhn bedauert, dass sich nicht mehr viel Nachwuchs für das schöne Hobby der Kaninchenzucht begeistert. Für ihn selbst ist das pure Erholung nach anstrengender Arbeit. „Ich arbeite als Melker quasi rund um die Uhr sagt er. Da gibt es nichts Schöneres als meine Kaninchen.“ Axel Ketelhöhn blickt auf seine Kastanienbraunen Lothringer vor sich im Käfig. Mit dieser Rasse wurde er 2015 übrigens Kreismeister. Noch ehrenvoller verlief das letzte Jahr für den Grabower Bernd Duwe. Er wurde Vize-Europameister in Frankreich mit Kleinsilber gelb.

Es waren in diesem Jahr etwas weniger Aussteller als sonst am Grünen Steig. Und das hängt mit RHD2 zusammen. Die Abkürzung steht für „Rabbit Haemorrhagic Disease“. Diese schlimme Viruserkrankung, die nur Kaninchen befällt, wird auch Chinaseuche genannt. Die Zwei hinter der Abkürzung weist bereits auf eine mutierte Form des Virus hin. „Unsere Tiere sind alle geimpft“, unterstreicht Bernd Duwe, der Vorsitzende des Grabower Rassekaninchenzuchtvereins M5. Trotzdem hat die Krankheit so manchen Züchter abgeschreckt, nach Grabow zu kommen.

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