Wolfsattacke bei Grabow : Schafe und Lämmer gerissen

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Einen erneuten Wolfsangriff in der Region gab es jetzt in der Nähe von Grabow. Hier sind Tiere einer Schafsherde von Mario Wendt gerissen worden.

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28. April 2019, 15:48 Uhr

Es ist früh am Morgen, als Mario Wendt am Sonntag auf seine Weidefläche hinter Grabow in Richtung Hechtforthschleuse fährt. Und er vermochte seinen Augen nicht zu trauen: Seine Schafe standen auseinandergezogen auf der großen Weide. Als er an der Stelle der Weide ankam, wo die Tiere eingezäunt waren, lagen vereinzelt tote Schafe und Lämmer, der Rest seiner 160 Tiere war verstreut auf der großen Weide. 

„Das ist in einen Jahr schon das zweite Mal“, sagt Mario Wendt. „Der Wolf treibt die Tiere hin und her bis sie ausbrechen, dann holen sie sich die Schafe. Sie haben die 70 Kilo schweren Tiere dann durch den Graben gezogen und gefressen.“ Den materiellen Schaden schätzt der Züchter auf rund 300 Euro.

„Viele, die ich kenne, denken ans Aufhören, wenn es so weitergeht“, lässt sich Mario Wendt dazu vernehmen.

Der zuständige Rissgutachter Volker Demmin war vor Ort und hat bestätigt, das hier der Wolf wieder zugeschlagen hat. Mario Wendt weiter: „Doch ohne die genaue Analyse der genetischen Beweise will Volker Demmin nicht spekulieren. Die Vermutung liegt nahe, dass es ein Wolf oder mehrere waren, aber mit Bestimmtheit kann man das eben nicht äußern.“

Brisant ist, dass die Schafherde knapp 500 Meter von einer Wohnsiedlung am Blievensdorfer Weg in Grabow entfernt graste. „Die Wölfe waren auch schon dort, man hatte die Tiere bei den Häusern schon gesichtet“, so Mario Wendt.

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