Klinikum in Ludwigslust : Saniertes Lutherhaus gestern übergeben

Offizieller Augenblick: Martin Scriba (Landespastor für Diakonie), Staatssekretär Nikolaus Voss, Wolfgang Schmülling (stellvertretender Landrat) und Stiftspropst Jürgen Stobbe (v.l.n.r.).uwe köhnke
Offizieller Augenblick: Martin Scriba (Landespastor für Diakonie), Staatssekretär Nikolaus Voss, Wolfgang Schmülling (stellvertretender Landrat) und Stiftspropst Jürgen Stobbe (v.l.n.r.).uwe köhnke

Ein lang gehegter Plan ist mit der Einweihung des Lutherhauses im Stift Bethlehem in Ludwigslust am Montag Realität geworden. Die einjährigen Sanierungsarbeiten sind beendet.

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18. September 2012, 10:17 Uhr

ludwigslust | Ein lang gehegter Plan ist mit der Einweihung des Lutherhauses im Stift Bethlehem am Montag Realität geworden. Die einjährigen Sanierungsarbeiten sind beendet. Doch eigentlich bestand der Wunsch schon seit dem Neubau des Krankenhauses, das Lutherhaus zu sanieren. Ein provisorischer Gang musste über Jahre den Höhenunterschied zwischen dem Samariterhaus und dem Krankenhausneubau überbrücken. "Dabei waren viel Muskelkraft und Steuergeschick vonnöten, um die Patienten sicher ans Ziel zu bringen", erinnert Stiftspropst Jürgen Stobbe.

"Wir haben die Sanierung des Lutherhauses auch als Chance gesehen, alle Verwaltungs- und Managementbereiche des neuen Klinikums Westmecklenburg "Helene von Bülow" unter einem Dach zu vereinigen", unterstreicht Dr. Volker Schulz, Mitglied der Geschäftsführung des Klinikums. "Ein Symbol für das Zusammenwachsen der Krankenhäuser in Ludwigslust und Hagenow", so Schulz.

In dem Sanierungsbau stecken erhebliche Fördermittel des Landes.

Finanzbuchhaltung, Personalbüro, Controlling, Geschäftsführung… Die zentralen Verwaltungseinheiten des Klinikums sind nun hier konzentriert. Im Erdgeschoss sind die patientennahen Dienstleistungen untergebracht, eine Etage höher die eigentliche Verwaltung.

Das Lutherhaus ist ein Haus mit Tradition. In den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde hier eine Art Stift eingerichtet, das ledigen Damen aus dem Südwesten Mecklenburgs ein Zuhause bieten sollte. Es sei also schon damals über den eigentlichen Krankenhausbetrieb hinaus auf die Region fokussiert gewesen, bringt der Stiftspropst zum Ausdruck.

Mit dem Zweiten Weltkrieg folgte dann die Nutzung als Krankenhaus. Bis zum Neubau 1998 bis 2000 ist das so geblieben. Der provisorische grüne Gang schließlich sei zum Symbol geworden, so der Propst: Das Leben ging um das Lutherhaus herum. Die Räumlichkeiten verfielen zusehends, doch die Fundamente waren gut. Auf ihnen habe sich aufbauen lassen, so Stobbe voller Symbolik.

Buchstäblich bis zuletzt habe man die Planungen den Notwendigkeiten angepasst und neue Raumkonzepte entwickelt. Was dabei herausgekommen ist, davon haben sich die Gäste der Einweihung bei einem ersten Rundgang überzeugt. Im Erdgeschoss der Sozialdienst und das Patientenmanagement, die Krankenhausseelsorge, ein Besprechungsraum für Ärzte oder andere kleine Gruppen mit bis zu 15 Plätzen. Das Besondere am Erdgeschossflur: Es waren ein halber Meter Höhenunterschied auf der einen und ein erheblich größerer auf der anderen Seite auszugleichen. Nun können Krankenhausbetten wenigstens bis zum Fahrstuhl in einer Ebene geschoben werden, ohne den Höhenunterschied des Provisoriums überwinden zu müssen.

Den Zugang in die erste Etage ermöglichen sowohl eine Treppe als auch zwei Fahrstühle. Dort befinden sich die Räume der Geschäftsführung einschließlich des Sekretariats. Ein größerer Konferenzraum, "Helene von Bülow" getauft, ist ebenfalls vorhanden.

Im Obergeschoss schließlich befinden sich Finanzbuchhaltung. Personalbüro, Controlling, das Büro des Pflegedirektors. "Wir sind wunderbar mitten im Betrieb untergebracht", fasst Stifts propst Stobbe zusammen, bevor es an eine kleine Feier mit Kaffee und Kuchen geht.

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