Gross Laasch : Sandwüste statt Baggersee

Die Kiesgrube bei Groß Laasch: etwas Wasser und viel Sand.
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Die Kiesgrube bei Groß Laasch: etwas Wasser und viel Sand.

In Kiesgruben bei Groß Laasch und Fahrbinde wird nicht mehr geschürft / Autobahnbauer holt benötigtes Material aus anderen Regionen

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12. März 2014, 07:00 Uhr

Sonnenhungrige liegen im Sand, Kinder plantschen im Wasser. So zumindest war es für die Zukunft am Baggersee von Groß Laasch geplant. Doch daraus wird wohl vorläufig nichts. Denn statt des geplanten Baggersees gibt es bisher nur eine Sandwüste mit Kieshaufen und -gruben, letztere mit etwas Wasser gefüllt.

Für die Kiesgrube hat das Unternehmen Johann Bunte Bauunternehmung GmbH & Co. KG aus Papenburg die Schürfrechte. Das Unternehmen sollte einst die neue Autobahn in der Ludwigsluster Region bauen, wollte den notwendigen Kies dafür unter anderem in der Groß Laascher Grube fördern. Doch nach einem Gerichtsentscheid verlor Bunte das Baurecht an die Bickhardt Bau AG (Hauptsitz in Kirchheim), die jetzt die Autobahn baut (SVZ berichtete).

Mit drastischen Folgen für die Kiesgrube in Groß Laasch. Bügermeister Markus Lau: „Weil ,Bunte’ nun zwar die Schürfrechte besitzt, den Kies aber nicht mehr braucht, liegt die Grube still.“

Denn: Der Autobahnbauer Bickhardt holt sich den benötigten Kies von anderen Lieferanten, zum Beispiel aus Gruben in der Nähe von Schwerin. Ein enttäuschter Bürgermeister Lau, der den geplanten Badesee im Moment wegschwimmen sieht, sagt: „Wir haben mit beiden Unternehmen gesprochen. Aber die Fronten zwischen ihnen scheinen verhärtet.“ Möglicherweise spielen hier Konkurrenzgedanken eine nicht unbedeutende Rolle.

Trotz mehrmaliger Versuche waren in dieser Woche weder bei der Johann Bunte Bauunternehmung GmbH & Co. KG noch bei der Bickhardt Bau AG verantwortliche Mitarbeiter erreichbar, die auf entsprechende SVZ-Anfragen hätten antworten können.

Übrigens herrscht auch auf der Kiesbaustelle bei Fahrbinde unmittelbar neben der B 106 seit Wochen Totenstille. Ein Hinweisschild weist auch hier darauf hin, dass die Firma „Bunte“ die Schürfrechte besitzt. Doch statt Bagger und Kieslaster beherrschen ausgehobene Gruben, Sandberge und glatt planierte Flächen das Bild.

Sowohl diese Grube als auch die in Groß Laasch könnten weiter ausgeschürft werden, wie Andreas Bonin, Pressesprecher des Landkreises, bestätigt: „Es gibt für keine der Gruben Schürfverbote.“

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