Ludwigslust : Sanddorn trifft Käse aus Kummer

Lecker: Simone Marten (r.) hat nicht nur die Rezeptur für die Sanddorn-Frischkäsepraline entwickelt, sie darf auch probieren. Auch Klaus Eisenbarth, Silvia Hinrichs, Henrik Wegner und Ulrich Zinser (v.l.n.r.) sind begeistert vom neuen regionalen Produkt.
Lecker: Simone Marten (r.) hat nicht nur die Rezeptur für die Sanddorn-Frischkäsepraline entwickelt, sie darf auch probieren. Auch Klaus Eisenbarth, Silvia Hinrichs, Henrik Wegner und Ulrich Zinser (v.l.n.r.) sind begeistert vom neuen regionalen Produkt.

Neue Frischkäsepraline vereint Erzeugnisse von zwei traditionsreichen Unternehmen aus der Ludwigsluster Region

23-11367782_23-66107803_1416392139.JPG von
09. Mai 2018, 12:00 Uhr

Pralinen naschen und gleichzeitig eine Portion Vitamin C schlucken? Ein neues Produkt, das Erzeugnisse zweier Unternehmen aus der Ludwigsluster Region vereint, macht es möglich. Die Goldschmidt Frischkäse GmbH Kummer und die Sanddorn Storchennest GmbH haben sich zusammengetan und eine Sanddorn-Frischkäsepraline kreiert.

Frischkäsepralinen und Sanddornsaft bzw. -mark zu vereinen, war leichter als gedacht. „Wir haben die Grundmasse hergestellt, ein bisschen herumprobiert, und dann passte es schon auf den Punkt“, erzählte Simone Marten, in der Manufaktur in Kummer unter anderem für die Projektleitung zuständig. Und Betriebsleiter Klaus Eisenbarth ergänzte: „Ich hätte auch gedacht, dass wir drei, vier Anläufe brauchen.“

Zu beachten hatten die Frischkäse-Werker trotzdem einiges. „Die Masse durfte nicht zu weich werden, weil sie ja ausgeformt werden muss“, sagte Simone Marten. „Und zu süß sollte es auch nicht werden.“ Hinzu kommt, dass der Geschmack milder wird, wenn die Masse abkühlt. Silvia Hinrichs, Geschäftsführerin der Sanddorn Storchennest GmbH, verwies auf weitere Herausforderungen beim Kontakt von Sanddorn und Frischkäse: „Sanddorn enthält viel Säure und Öl.“

Auch wenn die beiden Firmenchefs eine Liaison von Frischkäse und Sanddorn schon länger im Blick hatten, den letzten Anstoß gab Ludwigslusts Wirtschaftsförderer Henrik Wegner. „Wir wollen die regionale Wirtschaft fördern, und dafür sind regionale Produkte wichtig“, erklärte er. Von einem gemeinsamen Produkt würden beide Unternehmen profitieren. Immerhin ist die Sanddorn Storchennest GmbH als der größte Anbauer von Bio-Sanddorn bekannt. „Und die Frischkäsepralinen aus Kummer sind schon fast zum Symbol der ,Velo Classico’ geworden und werden bei allen Veranstaltungen rund um dieses Rad-Event in Deutschland angeboten“, so Henrik Wegner.

Mehr Ludwigsluster Sanddorn vor Ort weiterzuverarbeiten, ist ein Anliegen des Projektes „Wildfrüchte“, das von Europäischer Union und Land gefördert derzeit in Ludwigslust läuft. „Wir wollen die Produktion des Sanddorns stärken und neue Produkte entwickeln“, betonte Ulrich Zinser von der Baltic Consulting, die das Projekt begleitet. Bislang werde nur der Sanddorn-Tee in Ludwigslust hergestellt, so Silvia Hinrichs. Das Gros der Beeren werde an Weiterverarbeiter geliefert, die daraus Saft, Mark und Püree herstellen, die dann nach Ludwigslust zurückkommen.

Wie sich ihr Sanddorn in einer Frischkäsepraline macht, fand Silvia Hinrichs sehr spannend. „Vorher hatte ich noch nie Sanddorn mit Schokolade gegessen, geschweige denn mit Käse“, sagte die Geschäftsführerin. „Wir haben die Praline auch Kunden in unserem Gartenmarkt zum Probieren gegeben. Bisher haben alle gesagt, dass sie schmeckt.“ Zunächst ist die Praline vor allem für die Gastronomie gedacht. Als süße regionale Beigabe zum Kaffee zum Beispiel. Aber auch in den Einzelhandel solle sie kommen, so Eisenbarth. Bis dahin können Naschkatzen sich bei Sanddorn Storchennest oder beim Werksverkauf in Kummer versorgen.

Dass weiße belgische Schokolade den Kern aus Sanddorn-Frischkäse umhüllt, war ein Wunsch von Silvia Hinrichs. „Passt auch gut – geschmacklich und farblich“, meinte Klaus Eisenbarth. Doch zusammen mit Ulrich Zinser dachte er schon laut über eine Kreation mit dunkler Schokolade nach. Dann aber vielleicht mit einem Kern aus Frischkäse und Aronia-Beere.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen