Manufaktur am Ludwigsluster Schloss eröffnet : Sanddorn-Seife als waschechtes Unikat

<fettakgl>Iline Gürler</fettakgl> zeigt zwei Besucherinnen, wie Sanddorn-Seife hergestellt wird.
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Iline Gürler zeigt zwei Besucherinnen, wie Sanddorn-Seife hergestellt wird.

Die Besucher, die zur Eröffnung der Sanddorn-Manufaktur in der letzten Fachwerk-Orangerie Norddeutschlands nach Ludwigslust gekommen waren, ließen vorführen, wie man kunstvoll eine Sanddorn-Seife kreiert.

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04. Juni 2012, 06:17 Uhr

Ludwigslust | Unter den Händen von Iline Gürler nahm die weiche warme Masse ihre Form an und wurde zu einem "Waschechten Sanddorn-Unikat". Und die beiden älteren Damen, die zur Eröffnung der Sanddorn-Manufaktur in der letzten Fachwerk-Orangerie Norddeutschlands nach Ludwigslust gekommen waren, ließen sich von der Mitarbeiterin der Projektentwicklung der BBS Start GmbH unter fachkundiger Anleitung vorführen, wie man kunstvoll eine Sanddorn-Seife kreiert. Künftige Besucher der Manufaktur können sich jetzt also erst einmal die Zutaten zusammenstellen, das Seifen-Inlay z.B. mit Sanddornblättern gestalten und die Seife gießen. Nach dem Erkalten, in einer Genießer-Pause, wird das Souvenir für den Heimweg verpackt und mit der Urkunde vom waschechten Unikat komplettiert.

In der umfangreich sanierten Orangerie wird das Team der Sanddorn-Manufaktur Ludwigslust-Besucher, Tagestouristen und Urlauber aus dem Bundesgebiet Informationen und Wissenswertes rund um die vitaminreiche Frucht vermitteln und für einen unterhaltsamen Aufenthalt in der Barockstadt sorgen. Die kleine Beere mit der großen Wirkung ist nicht nur als einheimischer Energielieferant attraktiv, in der traditionellen chinesischen Medizin gilt Sanddorn seit Jahrhunderten als entzündungshemmendes natürliches Heilmittel und als kleines "Anti-Aging-Wunder". In der Sanddorn-Manufaktur werden den Gästen vielleicht bei einem Stück hausgemachter Sanddorntorte die traditionellen Finessen des Anbaus, der Ernte und der Verarbeitung der Pflanze näher gebracht. Zudem präsentiert der Hofladen eine Vielfalt unterschiedlichster Bio-Sanddornprodukte.

Die Sanddorn-Manufaktur ist ein gemeinsames Projekt unterschiedlicher Partner mit unterschiedlichen Interessen, brachte es Dr. Manfred Müllner, der Geschäftsführer der BBS Start GmbH bei der Eröffnung zum Ausdruck. Bei diesem Ereignis waren zahlreiche Landes- und Kommunalpolitiker, wie Wolfgang Schmülling, 1. Beigeordneter des Landrates, und Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach sowie Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Bildung zugegen. Der Zusammenschluss der Stadt Ludwigslust, der BBS Start, der Produktivgenossenschaft "Storchennest" und Sanddorn "Storchennest" verfolgte mit der Umsetzung dieses Vorhabens das Ziel, Ludwigslust weit über die Grenzen des Großkreises hinaus bekannt zu machen und die Attraktivität der Region zu erhöhen. Die Sanddorn-Manufaktur soll als Modellprojekt dem Tourismus Impulse geben, und damit zugleich auch benachteiligten Menschen, die keine Arbeit haben, die Chance geben, wieder in einen Job zu kommen.

Mit dem Seifengießen als besonderen Gag für die Touristen wollen die Ideengeber und Macher dieses Projekts ein nachhaltiges Ereignis mit Unterhaltungscharakter schaffen. "Wir wollen das als Ausgangspunkt sehen, eine richtige Manufaktur-Tour zu schaffen, ein Netzwerk aufzubauen", so Dr. Müllner, der auf die Schaummanufaktur in Grabow anspielt, die gemeinsam mit der nun eröffneten Sanddorn-Manufaktur unter dem Dach der BBS betrieben wird. Silvia Hinrichs, Geschäftsführerin der PG Storchennest, überreichte Dr. Müllner drei historische Fotos aus Herzogs Zeiten, verbunden mit dem Wunsch, dass in diese Stätte immer viele Besucher kommen mögen. Ludwigslusts Bürgermeister Reinhard Mach könnte sich gut vorstellen, dass Gäste nach der Seifenherstellung dann zum Beispiel mit dem Fahrrad bis nach Grabow fahren, um sich dort einen Schaumkuss zu basteln - eine Zukunftsvision, die vielleicht bald schon Wirklichkeit wird.

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