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Ludwigsluster Tageblatt

24. November 2017 | 05:02 Uhr

Dömitz : Salut, Blues und Meckelbörger Platt

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

11. Norddeutscher Tag mit Kunsthandwerkermarkt in der Festung Dömitz gefiel dank mecklenburgischer Leichtigkeit

svz.de von
erstellt am 26.Mai.2015 | 07:00 Uhr

Tradition, Mensch, Natur und Landschaft: Diesen Mix bot der 11. Norddeutsche Tag am Pfingstsonntag in der Dömitzer Festung. Den Besu-chern wurde mit dem Unter-haltungsprogramm beste Willkommenskultur geboten. Diese Gastfreundschaft hob der landauf, landab bekannte Moderator Leif Tennemann mit seiner markant-amüsanten Animation und Konversation mit dem Publikum nochmals hervor.

Dass der in diesem Aktionstag für die niederdeutsche Sprache eingebettete Kunsthandwerkermarkt ein wenig an Vielfalt im Vergleich zu den Vorjahren eingebüßt hat, schmälerte den touristischen Wert für die Stadt nicht im Geringsten. Im Gegenteil. Ramsch und Trödel blieben mit einer eigenen Veranstal-tung vor den Stadttoren. Dafür trafen die Besucher unter an-derem auf traditionelle Mode-angebote samt männlichem Spiegelhalter, die Handwerkerkunst einer regionalen Möbeltischlerei, feine, in der Region bekannte Backkünste und selbstverständlich auf ein viel-fältiges, regionales Angebot an Speisen und Getränken. Ver-misst wurde allerdings traditi-onelle Töpferei und Schmiedekunst. Andererseits bieten wohl nur wenige Orte gleich-zeitig so viele Ausstellungen und museale Angebote wie die Festung Dömitz.

Im von Sonnenlicht überfluteten Festungshof zelebrierte das „Lützower Jägerkorps“ militärischen Drill samt Abgabe von markerschütternden Salutschüssen aus einer original erhaltenden Schlachtkanone. In ihren Prachtuniformen empfingen sie dann auch den Dömitzer Bürgermeister Helmut Bode, der gemeinsam mit den Bürgermeistern aus dem niedersächsischen Dannenberg und dem brandenburgischen Lenzen „das Festspiel der niederdeutschen Sprache und Kultur“ bereits ab 10 Uhr eröffnete.

Gab es im Vorfeld viele Diskussionen um die Überdachung der Festungsbühne, so bot der ins Festungsensemble passende Aufbau Pfingstsonntag verlässlichen Schutz für Künstler und Instrumente gegen die Sonnenstrahlen. Allein über 20  000 Euro Spendengelder hat die Dömitzer Initiative Leben und Kultur (LuK) dafür gespendet. Es hat sich gelohnt, hieß es von LuK-Mitgliedern. Nun bleiben Absagen wegen wetterbedingter Unwägbarkeiten aus, wie es auch der Sommer-Veranstaltungskalender 2015 ausweist.

Unter der weiten Kuppel un-terhielt die seit Jahrzehnten im deutschsprachigen Raum bekannte Gruppe „Godewind“ mit modernen Liedtexten, die in plattdeutscher Mundart gesungen wurden. Dass Blues und Plattdeutsch zusammen klingend harmonieren, das bewies das Duo „Larsk & Timpe“. Und aus dem nahen Wendland musizierte und tanzte die Volkstanzgruppe „De Öwerpetters“ sehr zum Gefallen des Publikums vor der Bühne.

Künstlerischer Höhepunkt war jedoch der Aufritt des Quintetts von der Fritz-Reuter-Bühne Schwerin. Die Gedichte, Erzählungen und Lieder in bestem Meckelbörger Platt von der Bühne und direkt am Publikum amüsierten die Besucher über alle Maßen. Und die kamen in großer Anzahl eben nicht allein aus Dömitz, sondern auch direkt vom nahen Elberadwanderweg, aus Orten in der Griesen Gegend, über die Dömitzer Elbbrücke aus Lüchow-Dannenberg und sogar aus Schwedt, Leipzig, Hamburg und Paderborn.

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