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Landeswandertag : Rund um Dömitz auf Schusters Rappen

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Landeswandertag mit über 800 Teilnehmern. Manuela Schwesig marschierte mit

svz.de von
erstellt am 27.Aug.2017 | 19:00 Uhr

Einen Volltreffer in Sachen Bewegung an frischer Luft, kurzweiliger Unterhaltung und Eigenwerbung landete der Kreisverband der Volkssolidarität (VS) Südwestmecklenburg mit dem Landeswandertag in Dömitz: Über 800 Wanderfreunde bevölkerten Sonnabend ab 9 Uhr bis in den Nachmittag hinein Festung, Stadt und Wanderwege drum herum. Der Kreisverband zeigte auf, welche organisatorische Kraft und welches Leistungspotenzial in ihm steckt, denn der VS-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern trat bei der 21. Auflage lediglich als Unterstützer auf. Den Gästen, die sogar mit Bussen aus Neustrelitz angereist waren, Gäste aus nah und fern und auch eine vom Wandern begeisterte Besucherin aus Bayern erlebten diesen Tag als tolles Event dank der Volkssolidarität.

Beeindruckt zeigte sich auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) von diesem volksfestartigen Aktionstag, den sie mit dem Durchschneiden des Starterbandes auf dem Festungsareal eröffnete. Und die Landesmutter, selbst Mutter zweier Kinder, ließ es sich nicht nehmen, sich im Tross der Wandersleute über die Kurzstrecke einzureihen und den Dömitzer Katerstieg zu erkunden.

Als Ministerpräsidentin war es zugleich ihr erster Besuch der 3080 Einwohner zählenden Festungsstadt, die mit 780 Jahren ebenso alt ist wie Berlin. Der Besuch des VS-Landeswandertages war für die Joggerin Schwesig jedoch mehr als eine Erfahrung, die ihr von Amtsvorgänger Erwin Sellering (SPD) ans Herz gelegt worden war. Für den schwer erkrankten und deshalb aus dem Amt ausgeschiedenen Sellering ging dann auch spontan ein Riesenapplaus vom vollbesetzten Festungsrasen aus auf die Reise.

Mit auf die Rückreise der Landesherrin gaben der Dömitzer Bürgermeister Bode (CDU) und Amtsvorsteher Burkhard Thees (FDP) einvernehmlich die Bitte, der Stadt bei den Anstrengungen unter die Arme zu greifen, so dass das wegen Einsturzgefahr gesperrte Festungsmuseum wieder für den Besucherverkehr geöffnet werden kann. Die Festung sei dem Pulsschlag der Stadt gleichzusetzen. Auch, weil Dömitz mit der einzigartigen Flachlandfestung zentrale Bedeutung für den Elbe-Radwanderweg Hamburg-Dresden und als Standort für das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe besitzt, betonten Bode und Thees einvernehmlich.

Diese Vorzüge hatten auch für die Volkssolidarität den Ausschlag gegeben, diesen speziellen Wandertag in der Festung und der nahen Umgebung zu veranstalten. Gleich vier Wanderwege waren im Angebot für die Gäste, die gern auf Schusters Rappen und in Gemeinschaft unterwegs sind: Auf dem „Froschpfad“ ging es rund einen Kilometer lang rund um die Festung. Wer den „Katerstieg“ erkunden wollte, der musste VS-Begleitern mit blauen Luftballons über gut drei Kilometer folgen.

Bei den sommerlichen Temperaturen doch eine fordernde Strecke zu bewältigen hieß es für die Marschierer, die auf dem „Deichpfad“, immer grüne Ballons im Blick, über vier Kilometer marschierten. Nicht zuletzt war ein fünf Kilometer langer Rundkurs im Angebot, der als „Elbepfad“ bis zu den Wiesen der Biosphäre führte. Die Masse an Wandersleuten folgten diesen roten Ballons.

Wer mochte, konnte Wegstrecken auch beschaulicher absolvieren. Bürgermeister Bode hatte seinen „Dömitz-Express“ unter Dampf gesetzt und ermöglichte so gleich mehrere Stadtrundfahrten an der frischen Luft. Wer wollte, der konnte dann im Hafen für eine Flussfahrt auf dem Elbestrom umsteigen. Dort hieß es dann bei der Reederei Heckert wenig später „Leinen los zur Elbrundfahrt“. Währenddessen wurden die Besucher des Volkswandertages, die statt marschieren lieber hören und erleben wollten, von Unterhalter Olaf Niemann aus Rostock durch ein musikalisch-humoriges Programm geleitet. Auf der Festungsbühne präsentierten sich die Dömitzer Blasmusiker, die Mädchen und Jungen der VS-Kindertagesstätte „Abenteuerland“ aus Neu Kaliß, die Band „Papermoon“ aus Kühlungsborn, die Fritz-Reuter-Kunstpreisträgern Peter Wilke und Klaus Lass, alias „De Plattfööt“ aus Mecklenburg, sowie die Kaarßener Blasmusiker. Sketche, die das Publikum mit Applaus bedachte, boten Mitarbeiter des VS-Pflegeteams. Als zusätzliches Highlight für die Wanderfreunde veranstaltete die Volkssolidarität eine Tombola mit über 1000 Preisen – Hauptpreis war die Einladung zur diesjährigen VS-Gala.



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