Grabow : Rosskastanien zieren Schützenpark

21 neue Bäume in den vergangenen Tagen auf dem Areal gepflanzt/ Finanzierung für die Sanierung des Schützenhauses steht

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26. März 2014, 07:00 Uhr

Die Finanzierung für das gewaltige Sanierungsvorhaben Schützenhaus steht: Die Stadt Grabow hat zu Wochenbeginn die abschließende Mitteilung für das Gesamtprojekt mit einer Bausumme von 2,405 Millionen Euro erhalten. Die Gelder kommen aus dem Topf des ILERL-Programms des Landwirtschaftsministeriums Schwerin, das 1,5 Millionen Euro bereitstellt. Aus den KOFI-Mitteln des Landes (Kofinanzierungsprogramm) fließen insgesamt 634186,44 Euro in diese Maßnahme. Das teilte Bürgermeister Stefan Sternberg gestern Mittag im Gespräch mit der SVZ mit. „Damit beläuft sich der Eigenanteil der Stadt Grabow auf 271794,19 Euro, um es ganz genau zu sagen“, ergänzte der Grabower Verwaltungschef. Die Besonderheit ist, dass das Schützenhaus ein große Bedeutung für das Landwirtschaftsministerium hat und das eine der höchsten Förderungen darstellt, die das Land Mecklenburg-Vorpommern in den letzten Jahren vergeben hat. Umso mehr kann die bunte Stadt an der Elde darauf stolz sein, solch eine umfangreiche finanzielle Unterstützung zu bekommen. „Wichtig ist auch, dass der KOFI-Beirat, der aus Vertretern aller neun Ministerien besteht, mit einer einstimmigen Entscheidung den Weg für die Sanierung des Schützenhauses freigemacht hat“, freut sich Stefan Sternberg.

Der Baustart für das Projekt wird wahrscheinlich ab Mai/Juni sein. „Die Vorbereitungen zur Sanierung sind abgeschlossen. Der Bauablauf sieht so aus, dass zunächst die Entkernung der inneren Bereiche des Schützenhauses ansteht. Gleichzeitig beginnen dann die Fassadenarbeiten im Frontbereich, einschließlich der Herstellung der Terrassen und des Balkons zur Parkseite hin. Ein Anbau entsteht, der den Sanitärbereich beherbergt, zudem wird das Innere des Schützenhauses aufgearbeitet. „Das Schützenhaus wurde 1849 errichtet und in der folgenden Zeit dreimal umgebaut. Im Jahre 1901 erfolgten der Bühnenhaus-Anbau und die Erweiterung des Saales“, so Stefan Sternberg.

Nach 1945, als die Russen ausgezogen waren, ging es an die Instandsetzung und Sanierung nach dem Bild, wie die meisten Grabower das Haus in Erinnerung haben. „Wir wollen also das Schützenhaus so sanieren, wie es praktisch im Jahr 1901 aussah“, fügte der Bürgermeister hinzu, dabei auch erwähnend, dass die Sanierung nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten erfolgt. Dabei gilt das Terrakotta-Relief an der Front des Hauses als etwas Besonderes, dazu kommen viele kleine Details im Baustil des Hauses, das sich zudem in einer wunderschönen Lage inmitten des Schützenparks befindet. „So werden Farbgutachten im Innenbereich des Hauses angefertigt, um die Ursprungsfarbe zu ermitteln, wie es auch beim Fritz-Reuter-Haus der Fall war.“ Stefan Sternberg verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass zur Verschönerung der Optik im Schützenpark bereits 21 neue Rosskastanien gepflanzt wurden, die fast 20 Jahre alt und sechs Meter hoch sind. Zudem werden im Stadtgebiet bis Ende dieser Woche 15 weitere Bäume gepflanzt.

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