Grabow : Revierleiter aus Försterfamilie

Michael Peter und Deutsch-Drahthaar Calli stellen sich gemeinsam den neuen Aufgaben.
Michael Peter und Deutsch-Drahthaar Calli stellen sich gemeinsam den neuen Aufgaben.

Michael Peter ist für den Stadtwald Grabow zuständig / Bereits seit 2008 arbeitet er in seinem Traumjob im Forstamt

svz.de von
19. September 2017, 19:00 Uhr

Deutsch-Drahthaar Calli ist aufgeregt und wedelt wild mit dem Schwanz, als Michael Peter ihn aus dem Geländewagen lässt. Gemeinsam waren der Hund und der neue Revierleiter des Stadtwaldes Grabow unterwegs in den Wäldern und sind nun zurück im Schützenhaus, wo sich der Sitz des Forstamtes Grabow befindet. Hier ist Michael Peter seit dem 1. April dieses Jahres als Revierleiter tätig und nutzte kürzlich die Chance, sich auf der Stadtvertreterversammlung der Stadt Grabow vorzustellen.

Neu ist der rund 2000 Hektar große Stadtwald für Michael Peter allerdings nicht. „Ich bin bereits seit 2008 im Forstamt Grabow tätig und kenne daher die Gegend und die Wälder sehr gut“, erklärte der 34-Jährige. Zuvor war er Sachbearbeiter für Hoheit, Liegenschaften und die A  14 im Forstamt. Als die Stadt Grabow dann Anfang des Jahres beschloss, dass der Stadtwald künftig von der Landesforstanstalt bewirtschaftet werden sollte (SVZ berichtete), wusste Forstamtsleiter Dr. Holger Voß sofort, wen er für diesen Job haben wollte. „Und ich musste Herrn Peter zum Glück auch nicht lange dazu überreden“, so Dr. Holger Voß.

Für Michael Peter, der in Krinitz bei Milow lebt und zwei Kinder hat, war die berufliche Veränderung vom Sachbearbeiter zum Revierleiter eine freudige Umstellung, wie er es selbst sagt. „Das hier ist für mich eine besondere Tätigkeit, denn sie ist so abwechslungsreich. Außerdem ist das Revier sehr schön und ich arbeite einfach gern in der Natur“, so Michael Peter. Immer dabei Rüde Calli, der gerade erst sechs Monate alt ist. „Es ist zwar nicht vorgeschrieben, dass ein Förster auch einen Hund haben muss. Allerdings ist das bereits lange Tradition, und ich würde es als Symbiose bezeichnen“, erklärte Dr. Holger Voß.

Doch nicht nur die Naturverbundenheit war ausschlaggebend für die Berufswahl von Michael Peter. „Ich stamme aus einer Försterfamilie. Mein Vater hat mir meinen Traumjob quasi schon immer vorgelebt.“ Das Studium in Eberswalde schloss er als Diplom-Forstingenieur ab, anschließend folgten ein Jahr im Privatdienst und das Anwärterjahr für den gehobenen Dienst in Krakow am See, bevor Michael Peter im Forstamt Grabow anfing.

Zu seinen Aufgaben als Revierleiter zählt vor allem die jährliche Planung der forstbetrieblichen Arbeiten sowie deren Umsetzung und Kontrolle, wie es im Vertrag mit der Stadt Grabow vereinbart wurde. Zusätzlich gibt es seit Juli die Rubrik „Aus dem Grabower Stadtwald“ im Amtsanzeiger der Stadt, für die Michael Peter verantwortlich ist. „Das möchte ich auch auf jeden Fall weiterführen, damit die Grabower stets über den Wald informiert sind“, so der Revierleiter. Außerdem sei es ihm wichtig, dass der Wald erlebbar bleibt, weshalb auch die Wegeunterhaltung und der Erhalt von Besonderheiten in seinen Aufgabenbereich fallen. Langfristig plant der 34-Jährige außerdem die Zertifizierung des Grabower Stadtwaldes, um einen Wettbewerbsvorteil herauszuholen und die Förderfähigkeit bei bestimmten Projekten zu erhöhen.

Auf der Stadtvertretersitzung unterbreiteten Dr. Holger Voß und Michael Peter außerdem den Vorschlag, eine Exkursion durch den Stadtwald für alle Stadtvertreter anzubieten. „Diesen Vorschlag nehmen wir gern an, und auch Bürger haben sich bereits gemeldet, die an dieser Erkundung Interesse hätten“, erklärte Grabows Bürgermeister Stefan Sternberg.

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