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Ludwigsluster Tageblatt

17. Dezember 2017 | 22:18 Uhr

Zierzow : Rettungsplan für Zierzower Kirche

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Förderinitiative zur Sanierung und für den Erhalt des denkmalgeschützten Fachwerkhauses hat sich gegründet/ Stiftungen angeschrieben

Eine Gruppe Männer und Frauen steht vor einer kleinen, aber feinen Kirche in Zierzow. Vor ihrer Dorfkirche, an deren Rähmbalken der Ostfassade die angegebene Jahreszahl als Erbauungsjahr des Kirchenschiffes deutlich wird: 1572. Der Zahn der Zeit hat an der mit Backsteinen ausgefachten Fachwerkkirche erheblich genagt, das Gotteshaus muss dringend saniert werden. Eine „Förderinitiative Rettung der Zierzower Kirche“ hat sich aus diesem Grund gebildet: Karola Müller und Charlotte Schmidt vom Kirchengemeinderat arbeiten im „Vorstand“ mit, Landwirt Herbert Baarslag, Mitglied der Gemeindevertretung aus Zierzow, engagiert sich ebenso, Harry Holzwarth ist stellvertretender Sprecher und Reinhardt Mussar ist Sprecher der „Förderinitiative“. Sie alle eint das Ziel, die Sanierung voranzubringen und damit den Erhalt der Kirche auch in Zukunft für die nachfolgenden Generationen zu sichern.

Im Oktober 2014 hatte das Architekturbüro Lemke-Uphaus GmbH aus Parchim schon ein Sanierungskonzept erstellt. Umfangreich sei die Kirche im Innen- wie im Außenbereich zu erneuern.

„Die angestrebte Sanierung würde rund 300  000 Euro kosten, der größte Posten wäre aber der Eigenanteil in Höhe von 150  000 Euro, den die Mitglieder der Kirchgemeinde Zierzow selbst aufbringen müssten“, sagte Veronika Hansberg, die Pastorin der Kirchgemeinde Brunow-Muchow, zu deren Verantwortungsbereich auch Zierzow gehört, bei einem Gespräch im Gemeindetreff in Zierzow. „Wir haben in den vergangenen Jahren auch schon etwas angespart“, so Charlotte Schmidt vom Kirchgemeinderat. Ein Fünftel des Eigenanteils ist schon vorhanden, aber der große Rest der Summe soll mit Unterstützung durch Stiftungen zusammenkommen, ergänzt Pastorin Hansberg. Einige sind schon angeschrieben. So unter anderem auch die Reemtsma-Stiftung, die sich wie andere schon zu einem Ortstermin in Zierzow angemeldet haben, um dieses Kulturdenkmal, das die zweitälteste Fachwerkkirche in Mecklenburg ist, in Augenschein zu nehmen. Das Landesamt für Denkmalpflege, weiß Zierzows Bürgermeisterin Cornelia Wiedow zu berichten, sieht die Kirche als förderfähig an – und nur dann wird das Vorhaben auch finanziell vom Bund unterstützt. „Der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Junge hat zugesagt, dass er das Projekt begleiten wolle“, ergänzte Bürgermeisterin Wiedow.

Wichtig sei es jetzt, so Cornelia Wiedow, dass sich nicht nur die Zierzower und Kolbower Bürger diesem Vorhaben annehmen, sondern dass dieses Projekt auch in der Region Resonanz findet und sich in einer großen Spendenbereitschaft niederschlägt. Wer also einen Beitrag zur Sanierung der Fachwerkkirche Zierzow leisten möchte, kann gern eine Spende auf das Spendenkonto der Kirchengemeinde Muchow mit dem Verwendungszweck „Kirche Zierzow“, EKK Kassel BLZ 520 604 10, Konto 534 09 85, IBAN DE45 5206 0410 0005 3409 85, BIC GENODEF1EK1, überweisen.

„Wenn die Sonne höher steht, wollen wir zu einem Gemeindefest einladen, um unser Vorhaben der Öffentlichkeit zu präsentieren und um finanzielle Unterstützung bei den Leuten zu werben“, so Pastorin Veronika Hansberg. Das soll am 7. Juni ab 11 Uhr nach dem Gottesdienst stattfinden. „Es soll Musik, Essen und Trinken geben und wir hoffen, dass viele Interessierte kommen werden.“

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