zur Navigation springen
Ludwigsluster Tageblatt

21. November 2017 | 13:20 Uhr

Ludwigslust : Rettung muss gewährleistet sein

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Brandschutzbedarfsplanung soll Leistungsfähigkeit der freiwilligen Feuerwehren zeigen / Amt Ludwigslust-Land will Planung extern vergeben

svz.de von
erstellt am 10.Okt.2017 | 18:03 Uhr

Die Rettung und Hilfeleistung in jeder Gemeinde durch die Freiwillige Feuerwehr gewährleisten zu können – das ist das große Ziel der sogenannten Brandschutzbedarfsplanung, die aktuell in vielen Gemeindevertretersitzungen auf der Tagesordnung steht. Dabei geht es vor allem um die personelle Entwicklung, den Stand der Technik und den zukünftigen Bedarf der Feuerwehren. Diese Planung ist Teil eines modifizierten Brandschutzgesetzes des Gesetzgebers, also des Landes Mecklenburg-Vorpommern und soll bis Frühjahr 2019 aufgestellt werden. Im Amt Ludwigslust-Land laufen die Vorbereitungen für die Planung schon auf Hochtouren. „Jetzt ist dieser Punkt Thema in allen Gemeinden und wir hoffen, die Informationen schnell zu bekommen“, erklärt Wolfgang Utecht, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes. Da seiner Meinung nach der Aufwand der Erarbeitung des Brandschutzbedarfsplanes für die Gemeinden kaum machbar ist, schlägt das Amt die Aufgabenübertragung vor. „Wir überlassen den Gemeinden diese Entscheidung. Wenn sie dann zustimmen, würden wir externe Brandschutzingenieure mit der Planung beauftragen. Die Informationen sind einfach zu spezifisch, das kann man kaum leisten“, so Amtsleiter Günter Möller.

Auch Amtswehrführer Uwe Pulss kann allen Gemeinden nur empfehlen, die Planungen extern zu vergeben. „Der Gesetzgeber hat klar geregelt, dass eine derartige Planung von den Gemeinden aufzustellen ist. Als Kreiswehrführer kann ich den Gemeinden nur empfehlen, einen Brandschutzingenieur zu beauftragen, die Planung extern auszuarbeiten. Ich weiß, dass viele Gemeinden sich auf diese Aufgabe vorbereiten und auf gutem Wege sind“, macht Kreiswehrführer Uwe Pulss deutlich.

Im Amt Dömitz-Malliß gab es bereits erste Gespräche zum Thema Brandschutzbedarfsplanung. „Das Konzept kennen wir natürlich schon und es ist auch für unsere Gemeinden angedacht. Allerdings sind wir in der Planung noch nicht viel weiter“, erklärt Ronny Schult, Fachbereichsleiter Ordnung und Bürgerservice des Amtes Dömitz-Malliß. Anfang November sei zu diesem Thema ein Termin angesetzt, bei dem das weitere Vorgehen besprochen wird. Ob die Planung dann auch auf das Amt übertragen werden soll, kann daher noch nicht gesagt werden.

Wolfgang Utecht erhofft sich, dass alle Gemeinden des Amtes Ludwigslust-Land der Aufgabenübertragung zustimmen und dann ein einheitlicher Auftrag an ein externes Unternehmen erteilt werden kann. „Kleinere Zuarbeiten der Gemeinden werden dann natürlich trotzdem notwendig sein. Außerdem soll zu einem späteren Zeitpunkt die Planung dann auch mit den Amts- und Kreiswehrführern abgestimmt werden“, so Utecht. Im Amt Ludwigslust-Land betrifft diese Planung 18 Wehren.

Ziel der Planung sei es laut Wolfgang Utecht vor allem, einen Überblick über die Einsatzbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehren vor Ort zu bekommen. „Das wird dann im Endeffekt keine negativen Auswirkungen auf die Wehren haben. Viel eher soll eine bessere Koordination möglich sein“, so Wolfgang Utecht weiter.

Wichtige Punkte in der Planung sind zum Beispiel die zur Verfügung stehenden Feuerwehrleute, die Ausrückzeiten sowie Gefahrenpunkte. „Das sind unter anderem Industrie oder Alten- und Pflegeheime. Diese Punkte werden dann in jeder Gemeinde unterschiedlich gewichtet“, erklärt Günter Möller.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen