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Elbfähre Darchau : Reparatur am Anleger abgebrochen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Darchauer Fähre soll nun doch in der Werft repariert werden

von
erstellt am 09.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Es gab am Donnerstagabend nicht wenige, die am Fähranleger Darchau wütend oder enttäuscht unverrichteter Dinge mit ihrem Fahrzeug umdrehen mussten. „Dabei hing eigentlich schon seit vielen Tagen die Bekanntmachung über die notwendige Fahrplanunterbrechung gut leserlich aus“, sagte Dirk Brockmöller kopfschüttelnd. Zuvor hatte er seinen Radlader vorsichtig auf der Elbefähre Tanja platzierte.

„Wir versuchen heute Nacht den undichten Antrieb unserer Fähre instandzusetzen. Normalerweise erfolgen solche aufwendigen Reparaturen in der Lauenburger Hitzler-Werft, doch der momentan geringe Wasserstand der Elbe zwingt uns, die notwendigen Arbeiten hier vor Ort auszuführen“, berichtet Fährmann Andreas Kampka, während er das exakt waagerechte Ausrichten des riesigen Autokranes an der Darchauer Fähranlegerseite beobachtet.

„Wir mussten diese Seite der Elbe für das Aufstellen unseres Kranes wählen, weil diese im Vergleich zu Neu Darchau nicht so steil verläuft und wir hier keine Probleme haben, das Fahrzeug in die Waage zu bugsieren“, erklärt Kranfahrer Günter Ketelhöhn. Mit dem Parken eines beladenen Kieslasters und Radladers auf der dem Fährantrieb abgewandten Seite schafften es die Mechaniker am Donnerstagabend, die Elbefähre um etwa vier Zentimeter einseitig anzuheben, um leichter an den Antrieb des Schiffes zu gelangen. „Für die fehlenden Zentimeter, damit der Antrieb komplett im Trockenen liegt, soll dann der Autokran sorgen“, sagt Fährmann Andreas Kampka. Doch schon beim ersten Hebeversuch ertönte unüberhörbar das laute Warnsignal des Kranes, der den sofortigen Abbruch des Reparaturversuches zur Folge hatte. „Wir haben es heute Abend versucht, den Antrieb unserer Fähre vor Ort zu reparieren. Wir brechen aber an dieser Stelle aus Sicherheitsgründen alle Baumaßnahmen ab und warten auf einen höheren Pegelstand der Elbe, um die Arbeiten in der Hitzler-Werft in Lauenburg ausführen zu können“, so Fährmann Andreas Kampka.

Trotz strömenden Regens wurde das Spektakel von zahlreichen Neugierigen am Fähranleger Darchau beobachtet. Die Elbfähre Tanja konnte gestern Morgen pünktlich um fünf Uhr ihren Dienst wieder beginnen. Allerdings steht die Reparatur noch aus.

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