Ludwigslust : Rendezvous mit Amsel, Igel und Co.

Das Team der 8a, das den Umweltpreis gewann, mit Lehrerin Claudia Genrich. Sie stehen vor einer Totholzhecke, die die Schüler selbst angelegt haben.
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Das Team der 8a, das den Umweltpreis gewann, mit Lehrerin Claudia Genrich. Sie stehen vor einer Totholzhecke, die die Schüler selbst angelegt haben.

Klasse 8a der Allgemeinen Förderschule Ludwigslust erhält den Walter-Dahnke-Umweltpreis des Landkreises Ludwigslust-Parchim

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11. November 2014, 07:00 Uhr

Jessica fand die Preisübergabe beeindruckend. Die Ludwigsluster Schülerin der Allgemeinen Förderschule „Johann Heinrich Pestalozzi“ nahm jüngst gemeinsam mit ihrer Lehrerin Claudia Genrich den Walter-Dahnke-Umweltpreis des Landkreises Ludwigslust-Parchim in der Kategorie „Kinder und Jugendliche sowie deren Organisationen“ entgegen. Christoph, Jan, Jaqueline, zweimal Jessica, John, Niclas und René haben nicht nur die Hochbeete bepflanzt und abgeerntet, sondern sich auch mit den Bewohnern des Schulgartens – Schnecken, Igel, Amsel und Co. – beschäftigt.


Schulgarten als Naturraum untersucht


Die jetzige Klasse 8a hat quasi ihren Schulgarten, in dem sie seit der ersten Klasse bestellen, pflegen, arbeiten und sich erholen, auf das Thema „Gärten – Raum für die Natur“ hin untersucht. Jeder Schüler sah sich einen Bereich näher an und recherchierte oder ist mit dem Fotoapparat unterwegs im Garten gewesen. Es wurde eine kleine Bildermappe angefertigt. Im Informatikunterricht haben die Mädchen und Jungen Informationen und Materialien zusammengetragen. Im Garten legten sie zum Herbst einen Unterschlupf für den Igel an. Eine Totholzhecke bietet Käfern und Kleinstlebewesen neuen Lebensraum. Es wurden die ersten Frühblüher beobachtet, die Schüler entdeckten aber auch das Moos im Garten neu. Die Quadratbeete werden jedes Frühjahr bestellt und bereichern mit dem Geernteten den Hauswirtschaftsunterricht.

Dies passte offenbar genau in das diesjährige Motto, das für die Vergabe des Umweltpreises gewählt worden war. „Gärten erfüllen vielfältige Funktionen für ihre Nutzer Sie dienen der Erholung und Entspannung, sind ein dankbares Hobby und bringen gesunde Lebensmittel auf den Tisch. Sie sind aber auch gleichzeitig Lebens- und Rückzugsraum für einheimische Tierarten. Mit wenig Aufwand kann jeder Garten zum Erhalt unserer heimischen Fauna und Flora beitragen“, so Kreistagspräsident Olaf Steinberg bei der Preisübergabe. „Wir suchten Beispiele, wo dies besonders gut gelungen ist. Dabei hatten wir nicht nur die Hausgärten und Kleingärten im Blick. Im Prinzip bietet jedes Grundstück, jeder Schulhof und -garten, jeder Spielplatz die Möglichkeit, unserer Tier- und Pflanzenwelt das Überleben leichter zu machen“, so Steinberg. Mit dem Umweltpreis würden diejenigen gewürdigt, die bewusst Raum schafften für einheimische Wildtiere in ihrer Umgebung und sich aktiv mit diesem Thema auseinandergesetzt hätten.

Der Namensgeber des Umweltpreises, Walter Dahnke (1890-1972), war ein Parchimer Lehrer und bekannter Naturforscher.

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