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Ludwigsluster Tageblatt

20. Oktober 2017 | 16:38 Uhr

Neustadt-Glewe : Regionalmanager in Sicht

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Stadtvertretung Neustadt-Glewes fasste Beschlüsse zu Flurneuordnungsverfahren „Zentrallewitz“ und zum Regionalen Entwicklungskonzept

von
erstellt am 24.Okt.2015 | 07:00 Uhr

So großes Interesse findet nicht jede Sitzung der Stadtvertretung Neustadt-Glewes. Am Donnerstagabend jedenfalls waren fast alle Besucherplätze in der Hofstube der Burg besetzt.

Zu Sitzungsbeginn gedachte die Stadtvertretung ihres im September verstorbenen Mitglieds Dr. Peter Schletter.

Traditionell gab es vor der Sitzung die Bürgerfragestunde. Erstmals beantwortete Bürgermeisterin Doreen Radelow (SPD), seit 1. Oktober im Amt, die Fragen der Neustädter. Erwartungsgemäß gab es bei dieser Gelegenheit auch Fragen zur Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen in Neustadt-Glewe. „Wir haben dem Landkreis insgesamt 25 Wohnungen zur Verfügung gestellt“, sagte Radelow. „Davon sind derzeit 23 belegt. Mit Stand von Dienstagnachmittag haben wir 93 Asylbewerber und Flüchtlinge in Neustadt-Glewe.“ Die Bürgermeisterin betonte, dass diese Zahl schwankt, weil manche Menschen weggehen bzw. andere hinzukommen. Doreen Radelow trat entsprechenden Gerüchten entgegen und betonte, ihr sei nicht bekannt, dass Flüchtlinge beispielsweise auf dem Sportplatz oder in der Turnhalle untergebracht werden sollen.

Auf ihrer Sitzung beschloss die Stadtvertretung dann unter anderem die Aufstellung des Bebauungsplans „Am Wasserwerk“. Auf dem Gelände des ehemaligen Wasserwerks soll ein Wohngebiet entstehen (SVZ berichtete).

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um das vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt 2014 angeordnete Flurneuordnungsverfahren „Zentrallewitz“. Ein solches Verfahren soll unter anderem dazu beitragen, Eigentumsverhältnisse an Grundstücken neu zu ordnen. Im Ergebnis sollen Eigentümer die Möglichkeit haben, ihre Grundstücke über erschlossene Wege zu erreichen. Für die Durchführung des Verfahrens wurde in der Vergangenheit bereits durch die Teilnehmergemeinschaft ein Vorstand gewählt, der gegenwärtig einen Maßnahmeplan zum Flurneuordnungsverfahren erarbeitet.

Die Stadtvertretung beschloss mehrheitlich, das die Stadt die Kosten für Vermessungen und Vorplanungen im Zusammenhang mit diesem Verfahren bis einschließlich 2019 übernimmt, verbunden aber mit bestimmten Maßgaben. So soll das noch zu beschließende Lewitzverkehrskonzept Grundlage für Wegebaumaßnahmen im Flurneuordnungsverfahren sein. Zwingend sind laut Beschluss der Stadtvertretung Maßnahmen am Fahrbinder Damm und am Wirtschaftsweg entlang der A 24 in den Plan aufzunehmen.

Weiter beschloss die Stadtvertretung gegen die Stimmen der CDU-Fraktion, dass im Zusammenhang mit dem Regionalen Entwicklungskonzept REK A 14 ein Regionalmanager eingesetzt wird. Damit änderte das Stadtparlament einen Beschluss vom März 2015, der die Umsetzung des REK A 14 vorsieht. Die Einsetzung eines Regionalmanagers wurde damals abgelehnt (SVZ berichtete). Inzwischen aber gibt es in diesem Zusammenhang Aussicht auf Fördermöglichkeiten, was offenbar zu einem Umdenken bei einem Teil der Neustädter Parlamentarier geführt hat.

 

 

 

 

 

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