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Ludwigsluster Tageblatt

25. November 2017 | 01:25 Uhr

Neu Kaliss : Reginald Rink im (Un)Ruhestand

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Freunde, Kollegen und Weggefährten erlebten gestern im „Haus des Waldes“ auf dem Forsthof Kaliß die feierliche Verabschiedung mit

svz.de von
erstellt am 29.Dez.2015 | 17:40 Uhr

„Schön, dass Ihr da seid!“ freute sich Reginald Rink, als er die drei sah, die gestern kurz vor 11 Uhr durch die Eingangstür in das „Haus des Waldes“ auf dem Forsthof Kaliß eintraten. Peter Holub, Detlef Richter und Marianne Schmidt wollten es sich natürlich nicht nehmen lassen und waren gern der Einladung von Reginald Rink gefolgt, der gestern feierlich in den Ruhestand verabschiedet wurde. Mitgebracht hatten sie eine Bildcollage aus Studienzeiten und die ganz in Förstergrün gehaltene Semesterfahne. „Das sind meine ältesten Freunde, ich kenne sie schon seit meiner Jugend“, strahlte der 65-Jährige und begrüßte seine Gäste herzlich. „Wir haben zusammen gelernt, haben den Forstfacharbeiter mit Abitur gemacht und waren dann zum Studium in Tharandt bei Dresden“, erzählte Reginald Rink. „Marianne kenne ich schon seit 1957. Sie ist meine älteste Freundin aus Bad Doberan und unsere Freundschaft hat bis heute gehalten.“

Viele Freunde, Ausbilder, Wegbegleiter und Mitstreiter waren gekommen, um die Verabschiedung eines verdienten Forstmannes mitzuerleben. Mit dabei zahlreiche Bürgermeister aus den Nachbargemeinden, Forstleute und Politiker, die den Werdegang vom einstigen Azubi bis zum heutigen Forstdirektor mitprägten und mitverfolgten. Einer von ihnen ist Minister Till Backhaus, der so manche Episode aus seiner Zusammenarbeit mit Reginald Rink vortrug. „Neben fachlicher Kompetenz überzeugte er auch mit seiner ehrenamtlichen Arbeit, so z.B. als Vorsitzender des BDF, des Bundes Deutscher Forstleute, den er bis 1998 leitete“, so Till Backhaus. Viele Hände musste Reginald Rink schütteln, es gab viele gute Wünsche und eine Menge Präsente. Jagdhornbläser schmetterten jagdliche Weisen, Akteure des Musikhofes Keller aus Alt Jabel trugen für den Ruheständler ein Medley bekannter Melodien von „Alt wie ein Baum“ bis hin zu „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“ vor.

Nicht nur gute Wünsche, auch Spenden brachten die Gäste mit, die in eine extra am Eingang zum Saal im „Haus des Waldes“ aufgestellte Spendenbox geworfen wurden. „Die Spenden fließen in die ehrenamtliche Arbeit des Vereins ,Wald und Bildung Kalisser Heide’“, war von Ehefrau Marion zu hören. Sie und die Kinder hatten mitgeholfen, alles für diesen großen Tag mit vorzubereiten, dass die Gäste sich gut betreut fühlten. „Die letzte Veranstaltung von Reginald Rink ist gut besucht, so wie man es sich wünscht“, sagte es der künftige Ruheständler, und da spürte man schon seine humorvolle, witzige Art, die ihn auszeichnet, die ihn sympathisch macht. „Ich bin sehr froh, dass Ihr so zahlreich hier seid und mich so reichlich beschenkt habt. Ob ich aus forstlicher Sicht alles gut gemacht habe, werden nachfolgende Generationen beurteilen, aber mir hat dieser Beruf immer großen Spaß gemacht“, so Reginald Rink, der an dieser Stelle allen, die ihm geholfen und ihn unterstützt haben, Dank aussprach. Da vor allem geht ein besonderes Dankeschön an Ehefrau Marion und die Kinder, die immer Verständnis für seinen Beruf aufbrachten und hinter ihm standen. Offiziell in den Ruhestand, obwohl es bei Reginald Rink wohl eher ein (Un)Ruhestand sein wird, versetzte ihn sein unmittelbarer Vorgesetzter, Sven Blomeyer. Der Vorstand der Landesforst MV übergab ihm die Entlassungsurkunde. „Heute geht der dienstälteste Forstamtsleiter in MV in den Ruhestand. Seit 1989 ist er Leiter des Forstamtes und damit derjenige mit der längsten Dienstzeit im Forstamt Kaliß.“

Die Mitarbeiter übergaben ihrem ehemaligen Chef als Erinnerung nicht nur ein Bild vom Forstamtsgebäude, sondern enthüllten auch einen Stein mit einer Erinnerungstafel zu Ehren Reginald Rinks.

Nachfolger Forstoberrat Jörg Schröder freut sich auf seine neue Aufgabe, er konnte sich an der Seite von Reginald Rink in den letzten Wochen schon in sein verantwortungsvolles Amt einarbeiten. Jörg Schröder bekommt ein gut funktionierendes Forstamt.

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