ludwigslust : Regen versickert an Ort und Stelle

Der Pufferspeicher für das Regenwasser ist aus mehreren schwarzen Kunststoff-Blöcken zusammengesetzt. Marco Paulinsky (l.), Matthias Busch (im Bagger) und Carsten Klein setzen noch einen Schacht, ehe die Rigole unter der Erde verschwindet.
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Der Pufferspeicher für das Regenwasser ist aus mehreren schwarzen Kunststoff-Blöcken zusammengesetzt. Marco Paulinsky (l.), Matthias Busch (im Bagger) und Carsten Klein setzen noch einen Schacht, ehe die Rigole unter der Erde verschwindet.

Pufferspeicher für Niederschlagswasser auf künftigem Pendlerparkplatz in die Erde gebracht / Ab nächster Woche werden Borde gesetzt

Unzählige schwarze Kunststoffblöcke haben die Bauleute in den vergangenen Tagen in der Erde versenkt. Sie sollen dafür sorgen, dass kein Regenwasser vom künftigen P & R-Parkplatz am Bahnhof in das öffentliche Kanalnetz fließt. Auch bei Starkregen nicht. Die Blöcke werden zu einem großen Pufferspeicher zusammengesteckt. „Die Rigolen nehmen das Regenwasser auf, speichern es und sorgen dafür, dass es erst nach und nach freigegeben wird und im Erdreich versickert“, erklärt Marc Feßler, Bauleiter der beauftragten Firma MUT Kommunalbau Ludwigslust.

Vier solcher Pufferspeicher – auf insgesamt rund 250 Quadratmetern – haben die Männer auf dem künftigen Pendlerparkplatz eingebaut. Dafür mussten zunächst Baugruben von gut einem Meter Tiefe ausgehoben und mit Vlies ausgelegt werden. Erst dann konnten die Kunststoffquader hinein- und zusammengesetzt werden. „Das Vlies sorgt dafür, dass kein Sand in die Boxen kommt“, so Feßler. Es wird auch über die Rigolen geschlagen, ehe die Baugrube wieder zugeschüttet wird. Über Straßenabläufe und Rohre wird das Niederschlagswasser künftig in die Rigolen geleitet. Nur wenn bei Extremregen die Kapazität der Pufferspeicher erschöpft ist, fließt das Wasser über einen Notüberlauf in die Kanalisation.

Die Bauarbeiten zwischen Tarnow-Straße und Bahnsteig 1 kommen gut voran. „Die Hälfte der Rohre haben wir  schon in der Erde, kommende Woche fangen wir bereits an, die ersten Borde zu setzen“, erklärt der Bauleiter. Dann werden nicht mehr nur drei Bauleute vor Ort sein, sondern acht. Bis Ende Oktober/Anfang November sollen die Arbeiten abgeschlossen, der Parkplatz fertig sein.

Die P & R-Anlage ist eines der wichtigsten Bauprojekte in Ludwigslust in diesem Jahr. Dank des guten Bahnanschlusses – ICE-Anbindung nach Berlin und Hamburg, Regionalzugverkehr nach Parchim, Schwerin und Hagenow – ist die Stadt für viele Pendler aus der Region Ausgangspunkt für die Zugfahrten zur Arbeit. Sie mussten sich bisher in angrenzenden Straßen und auf unbefestigten Parkplätzen eine Stelle für ihren Pkw suchen. Bis zu 300 Autos wurden in Bahnhofsnähe gezählt.  Für die Kraftfahrer dürfte es künftig einfacher werden. 183 Plätze für Pkw, darunter fünf behindertengerechte, Stellflächen für Motorräder, 16 abschließbare Fahrradboxen sowie überdachte Stellplätze für Fahrräder stehen ab Herbst zur Verfügung. Und wenn dann irgendwann der geplante Tunnel gebaut ist, hat man vom Pendlerparkplatz aus direkten Zugang zu allen Bahnsteigen.

Knapp über eine Million Euro investiert die Stadt in den Parkplatz, dessen Bau von der Metropolregion Hamburg finanziell gefördert wird. Außerdem rechnen die Ludwigsluster mit einem Fördermittelbescheid aus Schwerin.

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