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Ludwigsluster Tageblatt

20. August 2017 | 02:25 Uhr

Ludwigslust : Raum für Bücherwürmer

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

In der Schule an der Bleiche eröffnet eine Bibliothek

Es ist nur ein kleiner Raum, in dem aber sehr viel Arbeit steckt. So kündigt Katrin Peter, die Leiterin der Ludwigsluster Schule an der Bleiche, die Eröffnung der Bibliothek an. Mit dabei als Maskottchen Bücherwurm Hildebrand, den die Kinder des Chores besangen.

Die Klasse OA hat nicht nur den Raum eingerichtet, sondern auch alles im Bild und Text festgehalten, was sich an Geschehnissen um dieses Projekt rankt. Dessen Geschichte ruft Klassenleiterin Christiane Beiche ins Gedächtnis. Am Anfang des Schuljahres hatte sich die Klasse neu zusammengefunden und überlegt, was man gemeinsam tun könne, um sich gegenseitig besser kennenzulernen, aber auch für die Schule etwas Gutes zu tun.

Alles beginnt mit vielen Gedanken und einem Plan. Die Schulleitung stellt den Raum zur Verfügung, der zuvor der Hörsprecherziehung gedient hatte. Dann werden Handzettel angefertigt und nicht nur an der Schule, sondern auch in der Stadt verteilt und in Geschäften ausgehängt. Parallel dazu ist man auf der Suche nach Partnern. Im Rotary Club Ludwigslust wird einer gefunden, der über 4000 Bücher zur Verfügung stellen kann, die alle durchgesehen werden wollten. Rotarier Roland Boddien kann das bestätigen.

Nur ein Bruchteil des Lesestoffes steht in den Regalen, es gibt noch einige Kisten, die ebenfalls geschriebene Schätze enthalten. „Die Resonanz war insgesamt überwältigend“, unterstreicht Christiane Beiche. Sie dankt allen Menschen, die das Projekt so toll unterstützt haben. „Wir haben jedes Buch durchgeblättert und teilweise interessante Dinge gefunden, die an der Wand oder in einer Extra-Mappe ausgestellt sind“, so Christiane Beiche. Alte Telegramme und Fotos, Postkarten, beschriebene Zettel in Deutsch, Englisch und Russisch…

Die Stadtbibliothek war ebenfalls ein großer Helfer, denn sie veranstaltet regelmäßig Bücherflohmärkte. Ein ganzer Keller voll war übrig und wird ebenfalls inspiziert, wie sich Bibliotheksleiterin Anke Ballhorn noch gut erinnern kann.

Die Schule an der Bleiche ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. „Viele unserer Schüler werden nicht in der Lage sein zu lesen, dennoch ist es wichtig, dass sie sich mit Büchern beschäftigen und ihren Wert erkennen“, so Katrin Peter. Und Vorlesen lassen macht ja auch Spaß.

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erstellt am 29.Jan.2014 | 07:00 Uhr

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