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Ludwigsluster Tageblatt

24. November 2017 | 05:08 Uhr

Raub: Polizei verhaftet Verdächtigen

vom

svz.de von
erstellt am 25.Apr.2013 | 07:08 Uhr

Grabow | Die Prislicher Straße in Grabow gestern gegen 10 Uhr: Mehrere Polizeifahrzeuge stoppen vor einem Haus. Polizisten dringen in das Gebäude ein, nehmen in einer Wohnung einen Mann fest. Anwohner verfolgen den Polizeieinsatz aus ihren Fenstern oder von der Haustür aus. Es geht um räuberische Erpressung und Freiheitsberaubung. Der Fall liegt nur wenige Monate zurück.

Im Januar befanden sich mehrere Personen in einer Wohnung in Hagenow. Offenbar gerieten die Männer damals in Streit. Staatsanwalt Lennart Leuschner: "Eine Person soll dem später Geschädigten einen Faustschlag versetzt haben. Von dem Opfer wurde offenbar die Herausgabe von 500 Euro verlangt, die der Mann aber nicht dabei hatte." Laut Staatsanwalt soll eine Person daraufhin von dem Opfer die Herausgabe seines Fahrzeugschlüssels und seines Handys verlangt haben. Staatsanwalt Leuschner: "Schließlich soll der Geschädigte gezwungen worden sein, in sein Auto zu steigen. Die Männer sollen dann mit dem Opfer in dessen Wohnung gefahren sein und ihm hier mehrere Gegenstände abgenommen haben."

Das war aber laut Ermittlungsergebnissen noch nicht alles. Wie Staatsanwalt Leuschner weiter sagt, fuhren die Verdächtigen anschließend mit dem Opfer in die Wohnung einer unbekannten Person. Leuschner: "Hier wurde der Mann Ermittlungen zufolge zwei Stunden festgehalten und genötigt, einen Verkaufsvertrag für sein eigenes Fahrzeug zu unterzeichnen. Am nächsten Tag ging das Opfer zur Polizei und erstattete Anzeige."

Gegen den Verdächtigen, der gestern in der Prislicher Straße in Grabow angetroffen wurde, lag bereits ein Haftbefehl vor, der nun vollstreckt wurde. Einsatzleiter Fred Leiskau von der Kripo Ludwigslust: "Es gab einen Durchsuchungsbeschluss für drei Wohnungen in Grabow und eine weitere in Hagenow. Weil alle Objekte zur gleichen Zeit durchsucht werden mussten, kamen insgesamt 50 Beamte zum Einsatz. Darunter waren auch Spezialkräfte der Bereitschaftspolizei."

Aus ermittlungstaktischen Gründen gab es gestern von Kripo und Staatsanwaltschaft zunächst keine weiteren Auskünfte zu dem Fall.

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