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Ludwigsluster Tageblatt

20. Oktober 2017 | 03:42 Uhr

Malliss : Rasentrecker am Limit

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Mallisser Rennen lockt 32 Starter und hunderte Besucher in den Industriepark. Teilnehmer kommen aus ganz Norddeutschland.

von
erstellt am 09.Mai.2016 | 07:00 Uhr

Sein Renntrecker steht noch gar nicht ganz, da reißt Axel Kordes schon Helm und Jacke herunter. Er ist schweißgebadet. „Die letzten fünf Minuten ging gar nichts mehr. Ich hatte kaum noch Kraft in den Armen“, erklärt der 48-Jährige. Die Rennstrecke im Mallisser Industriepark verlangt den Fahrern alles ab – und nicht nur ihnen. „Den zweiten Durchgang musste ich auslassen“, erzählt Axel Kordes, der in der Standardklasse startete. „Die Fliehkraftkupplung war kaputt.“ Doch in der verlängerten Pause schaffte er es gemeinsam mit Freunden, sie zu reparieren.

Im Hintergrund dröhnen erneut Motoren. Die Rennfahrer der Offenen Klasse, in der übrigens ohne Getriebe gefahren wird, rollen in die Startaufstellung für ihren letzten Lauf. Wenig später spritzt der Sand hoch, das Feld passiert die Zuschauertribüne und verschwindet hinter einem Hügel. Insgesamt 32 Teilnehmer sind am Sonnabend zum Rasentreckerrennen gekommen, das zum zweiten Mal im Mallisser Industriepark stattfindet. Den Siegern in den unterschiedlichen Klassen – Standard, 13 PS, Offene Klasse und Frauen – winken 20 Punkte in der Gesamtwertung um die deutsche Meisterschaft der Rasentrecker-Piloten. „Insgesamt gibt es in diesem Jahr 15 Rennen“, erzählt Axel Kordes. „Ich werde wohl achtmal dabei sein. Es ist ja nur ein Hobby.“

Mit Ausfällen hat auch die gastgebende Renngemeinschaft RTR-MV zu kämpfen. Nur eine von drei Maschinen hält bis zum Schluss durch. Und die war vor drei Wochen noch nicht einmal ein Renntrecker. „Ich hatte noch einen MTD-Rasentraktor stehen, bei dem erst das Grundgestell fertig war“, erzählt Matthias Diete aus Neu Kaliß. „Kupplung, Motor und Getriebe lagen im Regel. Mein Nachbar hat dann gemeinsam mit einem Bekannten innerhalb von zwei Wochen alles zusammengeschraubt.“ Und Nachbar Andreas Kretschmann geht mit dem Rennmäher dann auch an den Start. „Es lief gar nicht schlecht“, meint er nach seinem letzten Lauf. „Aber es wird wohl nur zum undankbaren vierten Platz reichen.“

Als Erfolg verbucht das Team um René Bach das Rasentreckerrennen 2016 dennoch. „Die Tribüne ist voll“, so Bach. „Wir haben Besucherrekord.“ 

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