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Ludwigsluster Tageblatt

22. November 2017 | 12:30 Uhr

Ludwigslust : Randalierer ging auf Polizisten los

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

30-Jähriger wollte in Ludwigslust in ein Wohnhaus eindringen / Alarmierte Beamte mussten Reizgas einsetzen

von
erstellt am 07.Jan.2015 | 07:30 Uhr

Er beginnt das neue Jahr so, wie er es beendet hat: als ein Fall für die Polizei.

Montagabend kurz nach 17 Uhr erreicht das Polizeihauptrevier Ludwigslust ein Notruf: In der Schweriner Straße in Lulu versuche ein Mann, gewaltsam in ein Haus einzudringen. Polizeisprecher Klaus Wiechmann von der zuständigen Polizeiinspektion Ludwigslust: „Vor Ort stellten unsere Beamten fest, dass die Scheibe der betreffenden Haustür beschädigt war. Davor ein Mann, der sich von den Polizisten überhaupt nicht beeindrucken ließ und weiter gegen das Türglas schlug. Er blutete bereits an einer Hand.“

Laut Wiechmann war der Wüterich äußerst aggressiv und ging sogar auf die Beamten los. „Er versuchte, auf die Polizisten einzuschlagen. Letztlich blieb ihnen nur noch, Reizgas einzusetzen.“ Das zeigte Wirkung und dem Randalierer konnten schließlich Handschellen angelegt werden.

Ein Atemalkoholtest zeigte knapp über 2 Promille an. Der 30-Jährige wurde deshalb zur Ausnüchterung in das Revier gebracht. Ein hinzugerufener Arzt versorgte die Schnittverletzung an der Hand, die sich als nicht schwerwiegend erwies. Angesichts des Atemalkoholwertes wurde auch eine Blutprobe entnommen. In der Nacht konnte er aus dem Gewahrsam entlassen werden. In das Haus hatte er laut Polizei übrigens eindringen wollen, um zu Bekannten zu gelangen. Die allerdings wollten von ihm nichts wissen. Jetzt wird gegen den Ludwigsluster wegen Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.

Nur wenige Tage zuvor, am 29. Dezember, hatte der 30-Jährige letztmals mit der Polizei zu tun gehabt. Da randalierte er in einer Ludwigsluster Tankstelle und warf eine Bierflasche nach einer Person. Die Pulle verfehlte zum Glück ihr Ziel, zerschlug aber die Scheibe eines Kühlschranks. Weil bei 3,34 Promille (Atemalkoholtest) mit einer Alkoholvergiftung gerechnet werden musste, wurde er nicht zur Polizei, sondern vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

Überhaupt ist der 30-Jährige der Polizei bestens bekannt. Allein 2014 hatte er mehrmals mit den Beamten zu tun: so wegen Körperverletzung, Bedrohung, Hausfriedensbruchs und häuslicher Gewalt. Und: Er war derjenige, der kürzlich in Ludwigslust einen Blumenkasten von einem Balkon geklaut hatte (SVZ berichtete). In diesem Fall zumindest hatte er Reue gezeigt und den Kasten Tage später freiwillig zur Kripo gebracht.

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