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Kampf um Trasse entlang der B 5 geht weiter : Radweg: Keiner kümmerte sich um "offenen Fall"

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Der erste Bauabschnitt im kommenden Jahr, der zweite vom Abzweig Mäthus bis Kummer irgendwann - mit diesen Aussichten für den Radweg an der B 5 geben sich die Anwohner von Kummer nicht zufrieden.

svz.de von
erstellt am 18.Jun.2013 | 11:51 Uhr

Ludwigslust/Kummer | Der erste Bauabschnitt zwischen den Abzweigen Hornkaten und Mäthus im kommenden Jahr, der zweite vom Abzweig Mäthus bis Kummer irgendwann - mit diesen Aussichten für den Radweg an der B 5 konnten sich Kummers Ortsteilvorsteher Udo Jauert und viele Einwohner seines Dorfes nicht zufriedengeben. Im April hatte das zuständige Straßenbauamt Schwerin sie formuliert (SVZ berichtete), seither ist das Projekt immer wieder im Gespräch.

Nach einer Fahrraddemonstration auf den schon sechs Jahre alten Radweg-Brücken hatten sich Landtagsabgeordneter Detlef Müller und Bundestagsabgeordneter Hans-Joachim Hacker (beide SPD) bemüht, alle Beteiligten an einen Tisch - und an den Ort des Geschehens - zu bringen. Schließlich trafen sich Mitarbeiter von Straßenbauamt und Verkehrsministerium mit Ortsteilvorsteher, Politikern und Vertretern der Stadt Ludwigslust. Über die Ahnungslosigkeit der Schweriner Amtsvertreter staunt Udo Jauert bis heute. Gegenüber SVZ war im April erklärt worden, dass es beim Abschnitt zwischen dem Abzweig Mäthus und Kummer "noch offene Grundstücksfälle" gebe, an denen man dran sei. Was mit "dran sind" genau gemeint war, ist inzwischen völlig unklar. "Bei dem Treffen konnte mir nicht einmal gesagt werden, welche Grundstücksangelegenheiten ungeklärt sind, welche Grundeigentümer konkret das betrifft", berichtet der Ortsteilvorsteher. Dabei habe das Straßenbauamt in einem Schreiben an die Stadt im Oktober 2011 mitgeteilt, dass der nötige Grunderwerb bis nach Kummer abgearbeitet sei. Udo Jauert hakte nach und erfuhr jetzt, dass entgegen der schriftlichen Auskunft tatsächlich ein Fall nicht erledigt ist. Dort sollte es nach Jauerts Aussage einen Flächentausch geben, über den sich die Stadt und die Grundeigentümer aber bereits einig gewesen seien. Doch zur Unterschrift unter den Bauerlaubnisvertrag sei es - aus welchen Gründen auch immer - nicht gekommen. "Im Straßenbauamt hat sich offenbar anderthalb Jahre lang niemand darum gekümmert", sagt der Ortsteilversteher verärgert. Stattdessen werden offene Grundstücksfragen immer wieder als Grund dafür genannt, dass nicht gebaut werden kann. Ausgang offen.

Inzwischen hat sich das dritte Fernsehteam den Radweg ins Nichts - die beiden für knapp 400 000 Euro erbauten Radwege-Brücken - angeschaut und mit den Kummeranern und anderen gesprochen. Diesmal wird der Fall zum "Stein des Anstoßes" im "K 1 Magazin". Heute Abend ab 22.15 Uhr soll die Sendung auf KabelEins laufen.

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