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Ludwigsluster Tageblatt

19. November 2017 | 11:42 Uhr

Ludwigslust : Radiologie: Nachfolge gesichert

vom
Aus der Redaktion des Ludwigsluster Tageblatt

Facharztzentrum findet Ersatz für Angelika Blaschke. Umbauarbeiten im Ludwigsluster Krankenhaus sorgen für kurze Wege.

svz.de von
erstellt am 22.Apr.2016 | 12:14 Uhr

Wieder eine drohende Lücke geschlossen: Die Praxis für konventionelle Radiologie im Krankenhaus Ludwigslust kann nach dem Ausscheiden von Dr. Angelika Blaschke nahtlos weitergeführt werden. Das Facharztzentrum Westmecklenburg, eine 100-prozentige Tochter des Westmecklenburg-Klinikums „Helene von Bülow“, hat mit Dr. Linda Alkayyal eine Nachfolgerin gefunden. Sie kommt zum 1. Juni dieses Jahres nach Ludwigslust. Angelika Blaschke geht nach 22-jähriger Tätigkeit im Hause am 1. Juli in den Ruhestand.

Die Praxis im Erdgeschoss des Krankenhauses sichert am Standort Ludwigslust nicht nur konventionelles Röntgen und Mammografie ab, sondern auch das Mammografie-Screening zur Vorsorge. „Es ist auch geplant, dass Dr. Alkayyal Programmverantwortliche für das Mamma-Screening für unsere Region wird“, erklärt Volker Schulz, Geschäftsführer von Facharztzentrum und Klinikum. Außerdem absolviere Dr. Kerstin Friedrich eine Qualifikation für die kurative Mammografie. Das sei bereits beschlossen worden, als die Nachfolge in der radiologischen Praxis noch ungeklärt war. „Künftig werden beide Ärztinnen kurative Mamma-Sprechstunden anbieten“, so Volker Schulz. „Dr.  Friedrich in ihrer gynäkologischen Praxis und Dr. Alkayyal in der radiologischen Praxis.“ So werde sich auch die Wartezeit auf einen Termin für die Mammografie verkürzen.

Anfang des Jahres hatte das Facharztzentrum einen Teil der Technik in der Radiologie ersetzt. „Durch neue Geräte, die mit denen in Hagenow identisch sind“, erklärt Grit Weiher, Assistentin der Geschäftsführung. Das begünstige auch die Rotation von Personal zwischen den Standorten Ludwigslust und Hagenow, ergänzt Volker Schulz. Für ihn auch ein Signal, dass es in Ludwigslust weitergeht.

Auch im Ludwigsluster Krankenhaus selbst wurde in diesem Jahr schon einiges investiert. „Die Station D im Haupthaus ist um zwölf Betten vergrößert worden“, erklärt Volker Schulz. „Diese Patientenzimmer sind mit Sanitärzellen ausgerüstet und mit medizinischen Gasen versorgt.“ Im Samariterhaus, wo sich die Betten zuvor befanden, mussten diese in einzelnen Flaschen angeliefert werden. Entstanden sind die neuen Patientenzimmer in Arzt- und Bereitschaftsdienstzimmern, die nun im Samariterhaus untergebracht sind. Bis Ende des Jahres sollen von dort weitere 17 Betten in das Haupthaus verlagert werden. „Die Umbaumaßnahmen finanzieren wir aus Eigenmitteln, eine Förderung haben wir so kurzfristig nicht bekommen“, erklärt der Geschäftsführer. Perspektivisch sollen alle Betten im Haupthaus konzentriert werden. „Kurze Wege zur Funktionsdiagnostik sind gut für Patienten, Personal und die Wirtschaftlichkeit.“

Nach den vor gut einem Jahr angeschobenen Strukturveränderungen im Klinikum, den daraus folgenden Querelen und reihenweisen Kündigungen von Ärzten in Ludwigslust wird das Unternehmen das Jahr 2015 mit einem deftigen Minus von rund 1,5 Millionen Euro abschließen – so wie von Volker Schulz bereits im November im Finanzausschuss angekündigt. „Das hat unsere Liquidität reduziert, ohne jedoch das Unternehmen zu gefährden“, so Schulz. „In diesem Jahr streben wir eine schwarze Null an.“ Perspektivisch benötige man ein positives Betriebsergebnis, um Investitionen finanzieren zu können. Die mobile Pflege und das Facharztzentrum hätten 2015 ein positives Ergebnis eingefahren.

Manch’ Kreistagsmitglied sieht die Zahlen mit Skepsis, wie die Sitzung des Finanzausschusses am Donnerstag zeigte. Doch Christian Geier (CDU), Mitglied im Aufsichtsrat des Klinikums, hielt dagegen: „Die ganze Krankenhauslandschaft erfährt einen Strukturwandel. Ich habe aber das gute Gefühl, unsere beiden Standorte sind gut aufgestellt.“ Mit den jüngsten personellen Entscheidungen sehe er die Arbeit wieder in geregelten Bahnen, so Geier.

 

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