Velo Classico : Radfahren wie in alter Zeit

Detlef Koepke (l.) bringt die „Velo Classico“ nach Ludwigslust. Rechts im Bild Karl-Heinz Winkelmann.
Detlef Koepke (l.) bringt die „Velo Classico“ nach Ludwigslust. Rechts im Bild Karl-Heinz Winkelmann.

FahrradKulturEvent „Velo Classico“ in Ludwigslust / Bühnenprogramm und Teilemarkt am Schweizerhaus

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17. September 2015, 13:40 Uhr

Ihre Fahrräder sind 25 Jahre oder älter und haben Pedalen mit Lederriemen. Ihre Trikots sind nicht aus Polyester, sondern aus Wolle oder sie tragen Hut und Hosenträger. Freunde des stilvollen Radfahrens in der guten alten Tradition gehen am Sonntag vom Ludwigsluster Schlosspark aus auf eine gemeinsame Ausfahrt. Das FahrradKulturEvent „Velo Classico“ erlebt seine Premiere.

„Es ist die erste Veranstaltung dieser Art in Deutschland“, erklärt Mitorganisator Detlef Koepke. In Italien, Frankreich oder Großbritannien gibt es solche Rundfahrten für historische Räder schon länger. Für den Ludwigsluster Auftakt liegen bisher rund 200 Anmeldungen vor. Je nach Wetterlage könnten es noch deutlich mehr werden. Anmeldungen sind auch am Wochenende und selbst am Sonntag vor Ort noch möglich. „Für den Start ist die Zahl der Anmeldungen sehr, sehr gut“, so Koepke. „Das Potenzial für die Zukunft ist vierstellig.“

Um bei der „Velo Classico“ aktiv dabei sein zu können, muss man aber keineswegs ein 30 Jahre altes Fahrrad haben. Die besonderen Anforderungen an das Rad gelten nur für die rund 150 Kilometer lange Heldenrunde. Zur etwa 50 Kilometer langen Genießerrunde und zur rund 90 Kilometer langen Liebhaberrunde kann man auch mit modernen Drahteseln starten. Gestartet wird am Sonntagmorgen auf der Hofdamenallee – um 7 Uhr zur Heldenrunde, um 8.30 Uhr zur Liebhaberrunde und um 9 Uhr zur Genießerrunde. Unterwegs erwarten die Teilnehmer mehrere kulinarische Rasten. „Dort werden Produkte aus der Region angeboten“, erklärt Detlef Koepke. Frischkäse-Pralinen, Holundersaftschorle, Wildgulasch oder frisches Brot etwa. Zurück werden die ersten Radler gegen Mittag erwartet, die letzten erst am Abend.

Auch wer sich nicht selbst aufs Fahrrad schwingen möchte, kann die „Velo Classico“ in Ludwigslust hautnah miterleben. Zentraler Veranstaltungsort ist der Schlosspark am Schweizerhaus. Dort gibt es am Sonnabend ab 12 Uhr und am Sonntag ab 10 Uhr Informationsstände, einen historischen Teileflohmarkt und ein Bühnenprogramm, zum Beispiel mit Rock’n’Roll oder Swing passend zur alten Zeit. Am Sonnabendnachmittag findet die Velo Radtafel statt, eine Art Picknick, am Sonntagnachmittag werden die Pokale überreicht – für das schönste Fahrrad und das originellste Outfit zum Beispiel. Sie sind handgemacht vom Zebef, zusammengefügt aus Zangen, Ketten und anderen Fahrradteilen. „Wirklich irre“, ist der Organisator begeistert.

Ob Detlef Koepke am Sonntag selbst aufs Rad steigen kann, ist noch nicht klar. Aber eines steht für ihn schon jetzt fest: Die „Velo Classico“ wird in Ludwigslust keine Eintagsfliege bleiben. „Wir haben so viel positive Resonanz erfahren, sind in den Städten und Gemeinden so gut aufgenommen worden. Wir kommen wieder.“  

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