Alt Jabel : Quellwasser für das Waldbad

Steven rutscht mit Schwesterchen Sina auf der „Grünen Mamba“.
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Steven rutscht mit Schwesterchen Sina auf der „Grünen Mamba“.

Geschwisterpaar aus Neuseeland im Waldbad Alt Jabel / Am 26. Juli steht hier Mitternachtsbaden auf dem Programm

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18. Juli 2014, 20:00 Uhr

Sie kommen aus Dömitz, Ludwigslust oder Schwerin ins Waldbad Alt Jabel – und jetzt sogar vom anderen Ende der Welt. Am Donnerstagnachmittag marschierten Annemarie (6) und Jonah (2) mit Oma und Opa durch die Eingangspforte. Die kleinen Geschwister kommen aus dem fernen Neuseeland und haben mit Mama und Papa drei Urlaubswochen bei den Großeltern verbracht. Bevor die Geschwister in die Badesachen schlüpften, probierten sie erstmal das Karussell auf der Wiese aus. „Das macht Spaß“, jubelte Annemarie in perfektem Deutsch und holte Schwung.

Oma Renate Wiedow aus Bresegard bei Eldena erklärte: „Meine Tochter und ihr Mann sind vor acht Jahren nach Neuseeland gegangen, leben und arbeiten dort. Die Kinder sind in Neuseeland geboren. Wir haben schon die Bäder in Grabow und Neustadt-Glewe besucht. Jetzt wollten wir unbedingt auch nach Alt Jabel, wo ja die ,Grüne Mamba’ steht.“

Die „Mamba“ – 72,65 Meter lang, 7,72 Meter Höhenunterschied – machte das Waldbad in nur einem Jahr noch bekannter, als es ohnehin schon war. Bademeister Fred Klinge: „Jeden Tag haben wir hier bis zu 300 Besucher.“

Die Wassertemperatur betrug zuletzt 24 Grad Celsius. Genau richtig, um sich in den drei Schwimmbecken zu tummeln. Steven (9) findet: „Es ist super, vom Turm ins Wasser zu springen.“ Jeder kann hier wählen, ob er sich aus 1,50 oder vier Metern Höhe in die Fluten stürzt. Natürlich probiert Steven mit Schwesterchen Sina (2) auch die „Mamba“ aus. Übrigens können die Kleinsten in der Modderecke des Nichtschwimmerbeckens planschen.

Wenn das Wasser, was in diesen heißen Tagen durchaus möglich ist, zu warm wird, dann kommt schnell Abhilfe. „Wir haben eine eigene Quelle, nämlich die ehemalige Kiesgrube gleich hinter dem Bad. Wenn nötig, lassen wir das Wasser aus den Becken ablaufen und kühles Quellwasser nachfließen“, sagt Fred Klinge.

In den Ferien kommen auch viele Gruppen ins Waldbad: Ferienkinder aus dem nahen Camp des Zebef e. V. oder vom Pfarrhof Alt Jabel. Gruppenleiterin Stefanie Pägelow war am Donnerstag mit etwa 30 Kindern aus den evangelisch-lutherischen Kirchgemeinden Zarrentin und Vellahn-Pritzier im Waldbad. „Wir verbringen unsere Ferienzeit auf dem Pfarrhof und kommen gerne ins Bad. Ich bin schon hierher gekommen, als ich selbst noch Kind war“, sagt Stefanie Pägelow.

Übrigens bietet das Bad am Sonnabend, dem 26. Juli, etwas Besonderes. „Wir laden zum Mitternachtsbaden ein“, sagt Bademeister Fred Klinge. Dann kann von 10 bis 24 Uhr unter Flutlicht geschwommen werden. Und die „Grüne Mamba“ erlebt ihre Nachtpremiere. Sonst ist das Bad in den Ferien täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.

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